28.02.2012
Ski Alpin

„Solange man Aufgaben hat, fühlt man sich wohl“

Jubilar des Sports: Ernst Hinterseer, Slalom-Olympiasieger 1960, feierte gestern seinen 80. Geburtstag – am Hahnenkamm, wo sonst?

Von Manuel Fasser

Kitzbühel – „G‘schaftig sein“, lacht Ernst Hinterseer, das könne er noch. Und das sei ihm wichtig. „Solange man Aufgaben hat, fühlt man sich wohl“, erklärt der ehemalige Skirennläufer, der gestern seinen 80. Geburtstag feierte. „Im nicht zu großen Kreis“, erklärte er: Auf Einladung von Bergbahn, Gemeinde und Kitzbüheler Ski Club feierte der Jubilar mit 60 geladenen Gästen – natürlich – am Hahnenkamm. „Wo sonst?“, grinst der Jubilar, der selbst zwölfmal die Streif rennmäßig bezwang. „Das erste Mal 1948. Das letzte Mal 1960.“

Neben seiner Familie waren auch seine Weggefährten Hias Leitner und Fritz Huber heute Abend mit von der Partie. Anderl Molterer, sagt Hinterseer, sei auch eingeladen gewesen, musste jedoch schweren Herzens absagen. Hinterseer hatte 1960 im US-amerikanischen Squaw Valley die olympische Goldmedaille im Slalom gewonnen. „Es war das letzte alpine Rennen der Spiele, unser Team hatte noch keine Goldene. Umso größer war die Freude, dass ich sie noch gewinnen konnte“, erinnert sich der Kitzbüheler an das Rennen, das beinahe auf den Tag genau 52 Jahre her ist. „Rückblickend war das mit Sicherheit der größte Tag in meiner Karriere. Ich wusste, dass ich nach dieser Saison aufhören würde. So war es umso schöner, dieses Ende mit Gold zu versüßen.“ Olympisches Gold sei eben mehr wert als alles andere: „Du kannst fünfmal die Klassiker in Kitzbühel oder Wengen gewinnen – Olympia ist einfach das Größte.“

Seiner Laufbahn als Amateur, die der Olympiasieg krönte, folgte eine siebenjährige Episode als Profi in den USA. Das sei, erinnert sich Hinterseer, eine schöne Zeit gewesen. Ihm sei auch angeboten worden, „drüben zu bleiben, in den USA etwas aufzubauen. Das wollte ich aber nicht. Ich hatte zu dieser Zeit bereits geheiratet gehabt, ich wollte zurück nach Kitzbühel.“ In Kitzbühel, am Schattberg, dort sei er zuhause, dort gehöre er hin.

Seine sportliche Karriere, sagt er, sei eine schöne Erinnerung. Weit wichtiger sei ihm jedoch das Wohlergehen seiner Familie. Stolz sei er auf seine drei Söhne: „Ernst wurde erst unlängst Chef der Roten Teufel, der Kitzbüheler Skischule. Guido leitet unsere Gästepension und Hansi geht erfolgreich seinen Weg.“ Die drei schenkten ihm acht Enkel: „Der Name Hinterseer stirbt also nicht so schnell aus.“ Zu guter Letzt: Hinterseer fährt beinahe täglich Ski. Sofern das Wetter passt. Dies sei der Unterschied zu früher: „Heut‘ bleib‘ ich bei Sauwetter zuhause.“

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Di, 28.02.2012
sperrstunde
Parship
Jobs
Unterkunftssuche

    KRIEG. STELL DIR VOR, ER WÄRE HIER

    Wann: 19.06.2013
    Wo: Tiroler Landestheater - [K2]

    8. Symphoniekonzert

    Wann: 21.06.2013
    Wo: Congress Innsbruck, Saal Tirol

    FAUST

    Wann: 21.06.2013
    Wo: Tiroler Landestheater - Grosses Haus

    Trailer - Gambit

    Die Coen-Brüder haben mit "Gambit - Der M...

    Trailer: The Purge

    Einmal im Jahr ist jedes Verbrechen erlaubt und...

    Trailer - Olympus Has Fallen

    Nordkoreanische Terroristen nehmen das Weiße H...
    Panoramabilder
    Panoramabilder
    Panoramablick
    Events · Kino · TV · Motor · Multimedia · Musik · Stars · Leben ·
    AGB Kontakt Impressum