06.07.2012, 16:13  Aktualisiert: 06.07.2012, 16:24 
International

Air Berlin fällt zurück, Air France und SAS im Juni mit Passagierplus

Andere große Fluggesellschaften schnitten im vergangenen Monat wesentlich besser ab als Air Berlin.
Air France-KLM und die skandinavische SAS konnten einen Passagierzuwachs verbuchen. Air Berlin fiel zurück.
Foto: TT / Thomas Boehm

Frankfurt - Das Berliner Flughafen-Debakel und damit verbundene Flugplanänderungen haben Air Berlin den Start in die wichtige Sommersaison vermiest. Große Mitbewerber wie Air France oder SAS verbuchten dagegen Zuwächse. Im Juni beförderte Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft rund 3,3 Millionen Fluggäste und damit 5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die österreichische Tochter Niki brachte es im vorigen Monat jedoch auf ein Plus von 12,8 Prozent.

Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn hatte wegen der überraschenden Verschiebung des Eröffnungstermins für den neuen Flughafen wiederholt Schadenersatz von der Betreibergesellschaft gefordert. Statt Anfang Juni dieses Jahres soll der neue deutsche Hauptstadt-Airport nun am 17. März des nächsten Jahres in Betrieb gehen. Das Sommergeschäft ist für Fluggesellschaften besonders wichtig: In der Urlaubssaison verdienen sie meist richtig Geld - im Winter werden Verluste eingeflogen.

Der Berliner Flughafenflop ist aber nicht der einzige Grund für das Passagierminus. Nach einem aggressiven Expansionskurs schwenkte Air Berlin vergangenes Jahr auf einen harten Sanierungskurs und strich sein Flugangebot zusammen.

Andere große Fluggesellschaften schnitten im vergangenen Monat wesentlich besser ab. Air France-KLM beförderte im Juni 4,6 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahresmonat, teilte das französisch-niederländische Unternehmen am Freitag mit. Vor allem in Asien zählt Air France-KLM mehr Fluggäste, nachdem vor einem Jahr die Tsunami-Katastrophe in Japan noch für einen deutlichen Dämpfer gesorgt hatte. Aber auch in den USA, Afrika und dem Mittleren Osten ging es aufwärts.

Aufwind hat auch die skandinavische SAS, die im Juni 3,6 Prozent mehr Gäste zählte. Die Airline gehört mehrheitlich Norwegen, Dänemark und Schweden.

Wie sich die deutsche Lufthansa schlug, ist noch nicht klar. Das Unternehmen veröffentlicht - ebenso wie die österreichische Tochter AUA (Austrian Airlines) - seine Juni-Passagierzahlen am Mittwoch. (APA/Reuters)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Fr, 06.07.2012  16:13
aktualisiert: Fr, 06.07.2012  16:24
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