Mehr Wettbewerb könnte Arzneien billiger machen
Wien – 60 Millionen Euro pro Jahr könnten sich die Konsumenten laut Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) sparen, wenn die Preisbindung auf rezeptfreie Medikamente aufgegeben würde. Der ÖVP-Seniorenbund greift diese Rechnung auf und fordert eine Preisfreigabe. „In anderen Ländern gibt es das auch“, sagte die stellvertretende Bundesobfrau Gertrude Aubauer vor Journalisten. Außerdem sollten die Präparate auch außerhalb von Apotheken verkauft werden können.
Aubauer will sich im Nationalrat für ein Ende der Preisbindung stark machen. Immerhin erwartet das Wifo substanzielle Preissenkungen ohne Qualitätsverluste.
Apotheker und Pharmaindustrie freilich verteidigen das geltende System. Kundige Beratung sei auch bei rezeptfreien Medikamenten wichtig, heißt es. Zudem sei der Schutz vor gefälschten Arzneimitteln bei einer Freigabe nicht mehr sicherzustellen.
Konkurrenz für die Apotheken gibt es derzeit nur durch ausländische Anbieter im Internet. Österreichischen Apotheken ist dieser Vertriebsweg verwehrt.
Im Sinne vor allem der älteren Menschen forderte Aubauer außerdem Erleichterungen bei der kommenden Umstellung der Bankkonten auf das neue IBAN-System. Bei Inlandsüberweisungen sollten die Banken weiterhin die alten Daten, also Kontonummer und Bankleitzahl, akzeptieren und für die Umrechnung auf die neuen Codes übernehmen. (sabl)




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