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Sonntagsöffnung: dayli-Chef beugt sich Gesetzesänderung

Nach wochenlangen Streitereien um die Sonntagsöffnung der Kette schob die Regierung der Angelegenheit mit einer Gesetzesänderung einen Riegel vor.

Wien/Pucking - In einer äußerst knappen Aussendung reagierte dayli-Vorstandschef und -Gesellschafter Rudolf Haberleitner am Montag auf eine am Freitag beschlossene Änderung der Gewerbeordnung. Aufgrund der Änderung bestehe derzeit keine Möglichkeit, von der Sonntagsöffnung Gebrauch zu machen. „Diese Entscheidung des Gesetzgebers haben wir zur Kenntnis genommen.“ Nach wochenlangen Streitereien um die Sonntagsöffnung der Kette, bei der Haberleitner kaum Unterstützer fand, schob die Regierung der Angelegenheit mit einer Gesetzesänderung einen Riegel vor.

Die Gewerbeordnung wird dahingehend geändert, dass der sonntägliche Warenverkauf mit Gastgewerbekonzession künftig nur dann erlaubt ist, wenn der „Charakter des Betriebes als Gastgewerbe“ auch tatsächlich gegeben ist. Es reiche also nicht aus, als Drogeriemarkt „einen Getränkeautomat aufzustellen und Leberkässemmeln zu verkaufen“, um am Sonntag aufsperren zu dürfen, hatte Wolfgang Katzian (S), Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus und Papier (GPA-djp), argumentiert. Katzian war es auch, der den Antrag eingebracht hat. (APA)