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Haselsteiner bleibt bis Ende 2015 Strabag-Generalbevollmächtigter

Chefsessel wird dafür per Juni 2013 ein Jahr früher geräumt als ursprünglich geplant - EBIT-Marge soll mittelfristig wieder auf 3,2 Prozent verbessert werden

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Wien - Der Vorstandsvorsitzende des börsenotierten Baukonzerns Strabag, Hans Peter Haselsteiner, räumt seinen Chefsessel bereits per Mitte Juni 2013, also ein Jahr früher als ursprünglich angekündigt. Dafür bleibt er dem Unternehmen aber als Berater und Generalbevollmächtigter des Vorstands länger erhalten, sagte Konzernsprecherin Diana Klein heute, Montag, zur APA. Sein Beratervertrag läuft bis 31. Dezember 2015. Den ursprünglichen Plänen zufolge hätte sich Haselsteiner Mitte Juni 2014 vollständig zurückgezogen.

Der scheidende Konzernchef würde die operative Verantwortung „gerne früher abgeben, damit er seine ganze Zeit der strategischen Ausrichtung und der Umsetzung der sich aus der ‚Task Force 2013 ff‘ ergebenden Maßnahmen widmen kann“, so Klein. Haselsteiner werde kein Vorstand mehr sein, sondern den Vorstand als Generalbevollmächtigter beraten.

Ziel des genannten Programms sei es, den Konzern „effizienter und schlanker zu machen“. Dafür werden alle Standorte weltweit besucht und durchleuchtet. Derzeit ist die Strabag den Angaben zufolge in über 60 Ländern aktiv - in zehn bis 15 davon werden über 90 Prozent der Bauleistung erzielt.

„Speck“, den sich die Strabag etwa über Zukäufe angelegt habe, solle verringert werden. „Wir schauen auch, ob die richtigen Manager an den richtigen Positionen sitzen“, so Klein. Haselsteiner möchte „einen gesunden und starken Konzern übergeben“.

Konkret soll beispielsweise die operative Marge, die sich seit dem Börsengang stark verringert hat, wieder nach oben gebracht werden. 2011 hatte die Strabag eine EBIT-Marge von 2,4 Prozent ausgewiesen, 2007 lag sie noch bei 3,2 Prozent. „Auf ein solches Niveau möchten wir mittelfristig wieder kommen“, sagte die Unternehmenssprecherin. (APA)

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