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Alpine-Pleite: Erste Verkäufe abgeschlossen

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Die ersten Verkäufe von Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen des insolventen Bauriesen Alpine sind über die Bühne gegangen: Hazet gehört nun einem Konsortium um die niederösterreichische Bauservice-Fuhs GmbH aus Bisamberg und Schauer ging an den Linzer Baukonzern Swietelsky, teilten die Kreditschutzverbände Creditreform und KSV 1870 am Montag mit. Die Verkäufe spielten über 5 Mio. Euro ein.

Die Hazet Bau, die 400 Mitarbeiter beschäftigt, wechselte dem Insolvenzexperten Gerhard Weinhofer von der Creditreform zufolge um 4,25 Mio. Euro den Eigentümer, Schauer (8 Mitarbeiter) wurde um 780.000 Euro verkauft.

Für die Unternehmen und die betroffenen Mitarbeiter sei wichtig, dass bekannt werde, dass sie neue Eigentümer haben, sagte KSV-Experte Hans-Georg Kantner Montagnachmittag zur APA. Bei der Hazet sei der Kaufpreis noch zu bezahlen - für Schauer habe Swietelsky eine Bankgarantie gelegt.

Betreffend der Alpine-Tochter Universale wurde heute laut Creditreform noch kein Beschluss gefasst. Da verhandle der Masseverwalter zur Stunde direkt mit einem Interessenten, berichtete Weinhofer.

Die nächste Gläubigerausschusssitzung findet am Donnerstag statt. Dabei geht es voraussichtlich um die Veräußerung der Glöckner Bau GmbH, der Oekotechna Entsorgungs- und Umwelttechnik GmbH (Perchtoldsdorf) und der Fritz & Co (Salzburg).

Juni 2013 hat der Bauriese Alpine mit Milliardenverbindlichkeiten die größte Insolvenz der Nachkriegszeit hingelegt.

Juni 2013 hat der Bauriese Alpine mit Milliardenverbindlichkeiten die größte Insolvenz der Nachkriegszeit hingelegt.

Thomas Böhm / TT
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