OECD fordert bessere Koordination - Zoellick warnt vor weltweiter Krise
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Sollte die Euro-Zone ihre Probleme nicht in den Griff bekommen, drohe eine schwere weltweite Finanzkrise, die auch die Entwicklungsländer stark treffen könnte, warnt Weltbankpräsident Robert Zoellick.
Foto: EPA
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Los Cabos/London - Den Europäern fehlt es nach Ansicht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) an ausreichender Koordination im Kampf gegen die Krise. Zwar verfüge die Europäische Union über „die Mittel, die Institutionen, die Stärke und die Kraft“, um der Krise Einhalt zu gebieten, sagte OECD-Chef Angel Gurria am Samstag (Ortszeit) im mexikanischen Los Cabos. Die einzelnen Staaten müssten ihre Entscheidungen aber „besser koordinieren“.
In Los Cabos beginnt am Montag das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20). Beherrschendes Thema dürfte die Euro-Krise sein, vor allem im Lichte des Ergebnisses der griechischen Parlamentswahl am Sonntag. Diese gilt als Schicksalswahl über den Verbleib Athens in der Euro-Zone.
Bedingungen für Griechen-Hilfen neu verhandeln
Griechenland sollte nach Ansicht der OECD die Chance erhalten, die Bedingungen für die internationalen Finanzhilfen im Umfang von 130 Milliarden Euro neu auszuhandeln. Er sehe ein solches Szenario, wenn dadurch das Land in der Euro-Zone gehalten werde, sagte Gurria. Dabei könne es darum gehen, Griechenland mehr Zeit einzuräumen oder die Schwerpunkte der vereinbarten Bedingungen zu verändern.
Weltbank-Chef Robert Zoellick warnte unterdessen vor Gefahren wie beim Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers. „Europa kann durchkommen, aber das Risiko steigt“, sagte Zoellick der britischen Zeitung „Observer“. „Es kann zu einem Lehman-Effekt kommen, wenn die Dinge nicht richtig gemanagt werden.“ Lehman Brothers war im Jahr 2008 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise zusammengebrochen, was die weltweite Krise massiv verschärfte.
Entwicklungsländer vor Euro-Krise schützen
Die Entwicklungsländer müssen sich nach Ansicht von Weltbankpräsident Robert Zoellick auf eine schwere weltweite Finanzkrise vorbereiten, sollte die Euro-Zone ihre Probleme nicht in den Griff bekommen. Insbesondere sollten diese Länder vermeiden, kurzfristige Schulden aufzuhäufen, die in volatilen Zeiten fällig werden könnten, sagte Zoellick.
Die Entwicklungsländer sollten sich auf die Grundlagen für künftiges Wachstum konzentrieren, die Infrastruktur und das menschliche Kapital. Die Unsicherheit auf den Märkten beginne, die Kosten für die Entwicklungsländer in die Höhe zu treiben, sagte der scheidende Weltbankchef. (APA/AFP/Reuters)
aktualisiert: So, 17.06.2012 06:43






