Ex-Hypo-Vorstände wollen reden
Von Anita Heubacher
Innsbruck – Schon einmal forderten die drei ehemaligen Hypo-Vorstände Hannes Gruber, Günter Unterleitner und Werner Pfeifer schriftlich, man möge sie von der Verschwiegenheitspflicht entbinden. Die drei Ex-Chefs wollen erklären, wie sie die Sache mit der kolportierten Wertberichtigung von 120 Millionen Euro sehen. Dazu brauche es allerdings auch die nötigen Unterlagen von der Bank, hieß es in einem Schreiben vom 9. Jänner.
Jetzt hat das Ex-Vorstands-trio erneut in die Tasten gegriffen und einen Brief an den LH verfasst. Die Bitten sind dieselben geblieben.
Sie seien von FP-Chef Gerald Hauser als Leiter des Finanzkontrollausschusses bereits zweimal zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Verluste in der Hypo Tirol Bank AG“ eingeladen worden, erklären die Ex-Vorstände im Brief. Man habe die Einladung ausgeschlagen, weil man schweigen müsse und man nicht über die erforderlichen Informationen verfüge.
Den Vorständen reicht es. Während Gerald Hauser sie öffentlich via Medien attackiert habe, weil sie nicht zum Finanzkontrollausschuss erschienen seien, müsse man selbst schweigen. Außerdem betonen die Ex-Hypo-Vorstände, dass es in der Bank auch 2008 Standards für die Kreditvergabe gegeben habe. Genau das Gegenteil wurde in einer Anfragebeantwortung im Landtag behauptet.
Im Büro des Landeshauptmannes ist der Brief noch nicht angekommen. Der LH kenne den Inhalt daher nicht, hieß es gestern. „Wenn es rechtlich geht, werde ich selbstverständlich die Verschwiegenheitspflicht aufheben“, erklärte Platter gegenüber der TT.



