Ötztal fuhr im heurigen Winter neuen Rekord ein
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Über dem Ötztal strahlt die Sonne – zumindest, was die jüngsten Winternächtigungen betrifft.Fotos: Ötztal Tourismus
Foto: BANG
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Ötztal – Allen vermeintlich schwierigen Rahmenbedingungen wie früher Ostertermin oder Wirtschaftskrise in Europa zum Trotz: Das längste Seitental Tirols legte in der heurigen Wintersaison eine bis dato noch nicht da gewesene Bilanz hin: In der Region des Tourismusverbandes Ötztal Tourismus verzeichnet man 2,63 Millionen Nächtigungen, das entspricht einer Steigerung von 3,4 Prozent bzw. knapp 90.000 Nächtigungen in ganzen Zahlen.
Seit der Fusion der einzelnen Talverbände inklusive Haiming im Jahr 2006 konnten die Winternächtigungen insgesamt um 300.000 gesteigert werden. TVB-Obmann Bernhard Riml führt das auf die intensiven Bemühungen aller touristischen Leistungsträger und deren Zusammenarbeit zurück. „Dieses Spitzenergebnis beweist, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auch wenn es im Alltag nicht immer einfach erscheint, an der entsprechenden Bündelung der Kräfte im Tal führt kein Weg vorbei“, bekräftigt Riml.
Neben diesem Erfolgsfaktor, um den die Ötztaler viele in Tirol beneiden würden, trage die konsequent vorangetriebene Internationalisierung Früchte. „Und sie hilft uns, auf hohem Niveau weiterzuwachsen sowie Rückgänge auf anderen Märkten zu kompensieren“, erklärt Riml. Nächtigungskaiser innerhalb dieses erfolgreichen Verbandes ist und bleibt Sölden: Mit 32.369 Übernachtungen (plus 2,5 %) mehr als in der vergangenen Wintersaison bilanziert die Tourismushochburg mit insgesamt 1,34 Millionen Nächtigungen.
567.180 Übernachtungen verbucht Obergurgl-Hochgurgl, gefolgt von Längenfeld mit 384.007 Nächtigungen, was einem Plus von 10.000 entspricht. Aber auch Umhausen, Oetz, Sautens und Haiming legten zu. Nachdem der Tourismus die bestimmende Wirtschaftsbranche im Ötztal sei, „freut es uns, dass er nach wie vor auf Erfolgskurs ist“, beschreibt Riml.
Auch für TVB-Geschäftsführer Oliver Schwarz sind die Zahlen „wirklich sehr zufriedenstellend“. Er gibt aber auch zu bedenken, dass im Winter kaum mit weiteren massiven Steigerungen auf diesem Niveau zu rechnen sein wird. Darum „muss in Zukunft die Steigerung der Wertschöpfung im Fokus stehen. Es gilt, selbstbewusster in Sachen Preisgestaltung zu werden.“ Für ein derartiges Angebot wie im Ötztal müsse man sich nicht unter Wert verkaufen. (TT, jenny)



