06.09.2011
Kolumne

Bio unter Druck

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Kommentar

Von Max Strozzi

Neun von zehn Österreichern greifen regelmäßig zu Bio-Produkten. Klingt gut, und dennoch droht für „Bio“ die Situation schwieriger zu werden. Denn ein Mascherl ist schnell umgehängt: Bio aus Spanien, Bio aus China, Bio aus sonstwo. Wie intensiv dort Haltung, Herstellung oder Anbau kontrolliert werden, lässt sich für den österreichischen Konsumenten nicht nachvollziehen. Hinzu kommt, dass immer mehr Bauern auf den Bio-Zug aufspringen und gleichzeitig etwa drei Viertel des Bio-Geschäfts in Österreich von nur drei Handelsketten bestimmt werden. Dies alles führt dazu, dass auch in der Bio-Branche die Regeln des Marktes zu greifen beginnen – und die laufen meist auf den Preis hinaus. Im Gegensatz zu Bio unverwechselbar ist Regionalität. Ein Pferd, auf das man setzen sollte.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Di, 06.09.2011
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