07.09.2011
Kolumne

Franken-Sorgen bleiben

Kommentar

Von Max Strozzi

Mit allen Mitteln will die Schweizerische Nationalbank ihren Franken wieder verbilligen. Für Tirols Franken-Kreditnehmer ist die Kurs-Untergrenze zwischendurch eine der wenigen positiven Nachrichten in letzter Zeit. Dennoch ist die Maßnahme der Schweizer Währungshüter nur ein Tropfen auf den heißen Stein, auf dem viele Kreditnehmer sitzen. Ihre Sorgen bleiben: Sie müssen trotz allem massive Währungskursverluste schlucken, und zudem brachen mit den Börsen auch Fonds ein, die als Tilgungsträger für Kredite herhalten. Aber wer einst die Franken-Spekulation einem Euro-Kredit vorzog, muss nun auch die Konsequenzen tragen. Ach ja, apropos Euro: Die Eidgenossen haben der gebeutelten Euro-Gemeinschaft eines verdeutlicht: Sie können mit ihrer Währung anstellen, was sie wollen. Wir nicht.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mi, 07.09.2011
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