Firmen sind skeptisch bei Flugplatz-Beteiligung
Von Catharina Oblasser
Nikolsdorf – Ein erster Schritt in Richtung Flugplatz-Neu in Nikolsdorf ist geschafft. Der Grundbesitzer hat den Pachtvertrag mit dem Tourismusverband Osttirol um drei Jahre verlängert, berichtet TVB-Obmann Franz Theurl. „Wir zahlen insgesamt 32.000 Euro Pacht pro Jahr.“ Als Betreiber wird der TVB nicht mehr auftreten, an seine Stelle soll eine eigene Betreibergesellschaft treten. Die Mitglieder dieser Gesellschaft stehen jedoch noch nicht fest. Nach Theurls Meinung sollte der Planungsverband Lienz und Umgebung mit im Boot sein. Er repräsentiert 15 Gemeinden, darunter die Standortgemeinde des Flughafens. Auch die Osttirol Invest GmbH könnte Teil der Gesellschaft sein, meint der TVB-Obmann. Besonders sinnvoll wäre für Theurl, dass sich große heimische Industrie- und Tourismusbetriebe an der Betreibergesellschaft beteiligen.
Doch bei denen herrscht Skepsis bis Desinteresse. „Das ist für uns nicht denkbar“, lässt Durst-Direktor Richard Piock ausrichten. Auch Hannes Theurl, Chef der Theurl Holz Gruppe in Assling, kann mit dem Vorschlag wenig anfangen. „Das ist mir komplett neu, darüber habe wir noch nie nachgedacht“, meint er. „Wir nutzen den Flugplatz nur ein- bis zweimal im Jahr, wenn mehrere von unserer Firma zum Beispiel zu einer Messe reisen.“ Ein wenig aufgeschlossener zeigt sich der Lavanter Golfhotelier Werner Hamacher: „Ich bin aufgeschlossen, alle Optionen zu diskutieren“, meint er – allerdings vor dem Hintergrund, welche Ziele sich der Flugplatz-Neu künftig steckt. „Für uns wäre es interessant, wenn Flugzeuge für etwa 30 Passagiere landen könnten. So wie der Flugplatz jetzt ist, nützen wir ihn nicht.“
Vereine werden nicht Mitglied der Betreibergesellschaft sein, stellt Theurl klar. „Das wünscht auch der Verpächter nicht.“ Damit beißt der Verein „Lienz Flyers“ mit seinem Angebot auf Granit. Die Flyers wollten in einer Betreibergesellschaft „Verantwortung übernehmen“, wie sie sagen.


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