Möbel made in Osttirol im olympischen Dorf montiert
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Christian Kollreider, GF Heribert Pichler und Alexander Lenzhofer (v. l.) sind zu Recht stolz auf den erfolgreich abgewickelten Großauftrag.Foto: Funder
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Von Claudia Funder
Lienz, Innsbruck – Alles ist unter Dach und Fach – und das mehr als fristgerecht. Drei Wochen vor dem festgelegten Termin konnten die Werkzeugkisten in Innsbruck zufrieden geschlossen werden. Mit einem Auftragsvolumen von rund 500.000 Euro ohne Material war es der bislang weitaus größte und attraktivste Auftrag von „Schindel & Holz“, galt es doch, das olympische Dorf für die Jugendwinterspiele 2012 mit Mobiliar auszustatten.
Der sozialökonomische Betrieb unter der Geschäftsführung von Heribert Pichler hatte sich trotz der EU-weiten Ausschreibung souverän gegen die Mitbewerber behaupten können und den Großauftrag an Land gezogen. Erstmals war bei der Ausschreibung Wert auf soziale Aspekte gelegt worden. Den Zuschlag erhielt Schindel & Holz als Bestbieter, gepunktet werden konnte mit sozialer Kompetenz, Qualität und einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Während des gesamten Jahres liefen in der Lienzer Werkstätte die Maschinen heiß, galt es doch, über 7200 Möbelstücke zu produzieren. „Der Auftrag nahm rund 60 Prozent der Produktionskapazität des Jahres 2011 in Anspruch“, betont Werkstättenleiter Christian Kollreider. „Als aufwändiger als erwartet gestaltete sich das palettenfertige Verpacken der Ware. Die Produkte wurden bis zum Abtransport im Haus, aber auch in angemieteten Lagern mit Flächen von insgesamt 1200 Quadratmetern untergebracht.“ An der Herstellung von je 1600 Sessel, Betten, Schränken und Nachtkästchen sowie 850 Schreibtischen waren 20 Mitarbeiter beteiligt, die sich mit dem Auftrag identifizierten.
„Schon die Produktion war eine logistische Meisterleistung“, betont Geschäftsführer Heribert Pichler. Als besondere Herausforderung habe sich aber auch die Montage in den 440 Wohnungen der „Neuen Heimat“ erwiesen, die in Kooperation mit dem Bundesheer koordiniert werden musste. Geplant war ursprünglich ein Startschuss zur Montage am 1. Dezember. Man konnte jedoch deutlich früher zur Tat schreiten und bereits am 17. Oktober mit dem Bestücken der Wohneinheiten beginnen.
Dass mit Lieferung und Einbau alles wie am Schnürchen klappte und das Projekt vorzeitig beendet werden konnte, lag aber auch am Einsehen des Wettergottes. „Der trockene Herbst machte es möglich, dass teilweise zwei Fuhren statt einer pro Tag über den Felbertauern erfolgen konnten“, erzählt Produktionsleiter Alexander Lenzhofer.
Laut Pichler waren insgesamt 43 Lkw-Fuhren erforderlich. Vor Ort waren fünf Mitarbeiter von Schindel & Holz für den Einbau verantwortlich, sie wurden von bis zu 50 Soldaten aus Salzburg und Innsbruck tatkräftig unterstützt. Pichler: „Die Grundwehrdiener und das Kaderpersonal waren sehr bemüht und arbeiteten sorgsam. Es kam zu keinerlei Schäden.“




