Großer Schritt bleibt verwehrt
Von Christoph Mair
Innsbruck – Weil in der Oppositionsrolle nur kleine Schritte möglich seien, wollten die Innsbrucker Grünen diesmal den großen Schritt zur stärksten Fraktion im Innsbrucker Gemeinderat machen.
Die Chancen dafür stuft eine gut gelaunte Spitzenkandidatin Sonja Pitscheider, die mit Ehemann und Sohn zur Stimmabgabe kommt, am Vormittag als intakt ein. „Ich habe ein sehr gutes Gefühl, wir haben ein tolles Team und ich bin überzeugt, die Wähler honorieren das.“
Das tun diese aber letztlich nicht in dem von Pitscheider erhofften Ausmaß. Denn die Grünen bleiben von ihrem Hauptziel, stärkste Gruppierung im nächsten Gemeinderat zu werden, doch deutlich entfernt. Zwar können sie prozentmäßig leicht zulegen, doch das neunte Mandat, auf das sie noch spekulierten, geht sich nicht mehr aus und so bleibt am Ende wieder nur Platz drei. „Wir haben unser Traumziel nicht erreicht“, gibt Pitscheider auch zu, dennoch findet sie Positives am Ergebnis. „Wir konnten unser Ergebnis von 2006 halten, Innsbruck ist ein grüne Hochburg, wir sind nicht mehr wegzudenken.“ Warum es für den Sprung ganz nach vorne nicht gereicht hat, will Pitscheider erst analysieren. Ihr Abschneiden bei der Bürgermeisterdirektwahl (10 %) sieht sie als „Achtungserfolg“.



