Nachbesetzung soll wieder Ruhe bringen
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Neustift – Mitte Februar befand sich der Tourismusverband Stubai Tirol in Aufruhr. Obmann Sepp Rettenbacher hatte den Geschäftsführer zwangsweise vorübergehend beurlaubt und Vorstandsmitglied Herbert Hofer, zuständig für das Marketing, war zurückgetreten. Die Stimmung im Verband galt als schlecht, auch von Ungereimtheiten, die den Geschäftsführer betreffen sollen, war die Rede.
Fast zwei Monate später ist wenigstens der Dreiervorstand wieder komplett. An die Stelle Hofers hat der Aufsichtsrat Matthias Müller aus Neustift gewählt, berichtet Obmann Sepp Rettenbacher. „Es ist wichtig, dass wir wieder einen dritten Vorstand haben und jemanden, der für das Marketing zuständig ist.“ Was die Vorwürfe gegen den mittlerweile bereits wieder im Dienst befindlichen Geschäftsführer betrifft, seien diese gerade zur Prüfung bei der Aufsichtsbehörde des Landes, erklärt Rettenbacher. „Voraussichtlich nächste Woche soll ein schriftliches Ergebnis vorliegen“, sagt der Obmann, der keine Vorverurteilung vornehmen will. „Die Angelegenheit habe nicht ich aufgebracht, sondern sie wurde an mich herangetragen.“ Als Obmann sei er jedoch verpflichtet, dem nachzugehen.
Hinter vorgehaltener Hand kritisieren viele Touristiker im Tal, dass der Verband wieder einmal mehr mit sich selbst als mit der touristischen Entwicklung des Stubaitales beschäftigt sei. Allgemeiner Tenor: „Bei uns wird gestritten, während andere Regionen davonziehen.“ (cm)



