Selbst den Eintrittspickerln war am Fasnachtstag zu kalt
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Ob das Schemenlaufen heuer weniger Zuseher hatte – unter anderem wegen der tiefen Temperaturen – oder weniger Eintritte kassiert wurden, kann nicht mit Bestimmtheit eruiert werden.Foto: Paschinger
Foto: alexander paschinger
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Von Renate Schnegg
Imst – Dass das Imster Schemenlaufen nicht nur im Jahr vor bzw. während der großen Fasnacht Thema ist, dürfte klar sein. Auch das jüngste Schemenlaufen, das am 12. Februar stattfand, zieht noch Spuren nach sich. Es geht um die geringere Zahl an Eintritten. Die Imster Gerüchteküche meint zu wissen, dass es an den Jungbauern/der Landjugend lag, die heuer das erste Mal den Eintritt bei der Imster Fasnacht kassierten.
„Stimmt so nicht“, sagt der stellvertretende Fasnachtsobmann Luis Schlierenzauer. „Wir können doch nicht mit Bestimmtheit sagen, ob weniger Eintritte waren, weil weniger kassiert wurde, oder weil‘s so kalt war.“ Schlierenzauer spricht von minus 17 bis 18 Grad an dem Tag, die vermutlich einige Zuschauer gekostet haben. „Es war sogar für die Eintrittspickerln zu kalt, die haben nicht mehr richtig geklebt. Ich selbst musste mir zwei Mal eines aufkleben, das erste hab‘ ich schon um 9 Uhr Früh verloren.“
Auch Fasnachtskassier Hannes Deutschmann will niemanden definitiv die Schuld geben, „es war ja wirklich sehr kalt. Außerdem kann man nicht davon ausgehen, dass es bei jeder Fasnacht eine Steigerung der Besucherzahlen gibt.“ Warum man nicht bei der Bergwacht geblieben ist, die all die Jahre zuvor für den Eintritt bei der Imster Fasnacht zuständig war, erklärt Schlierenzauer damit, „dass sie heuer sehr viel mehr Geld wollte als davor“.
Aus Bergwachtkreisen heißt es hingegen, dass man heuer das verlangt habe, was vergleichbare Organisationen für solche Einsätze nehmen würden: rund 8 Prozent des Eintritts für 65 Bergwächter, die von 8 bis 16 oder 17 Uhr Dienst getan hätten.
Auch die Jungbauern sind mit dem Ablauf nicht wirklich zufrieden. „Die Zuschauer sind drauf eingestellt, dass die Bergwacht kassiert, in Uniform, da ist der Respekt größer“, sagt Bezirksjungbauernobmann Roland Kuprian. Sie seien von vielen Leuten ganz einfach übersehen worden, weil sie in Zivilkleidung kassierten. „In Tracht war es nicht möglich, weil‘s dafür zu kalt war. Und dass wir Warnwesten anziehen, um besser gesehen zu werden, wollten die Fasnachter wieder nicht“, fügt der Obmann an.
Aus seiner Sicht wären auch Straßenbegrenzungen nötig gewesen, um die Zuschauer kanalisieren und so besser kontrollieren zu können, „viele sind einfach an uns vorbeigelaufen“, schildert Kuprian. Für ihn war es das erste und letzte Mal, dass die Jungbauern beim Schemenlaufen Eintritt kassierten. „Es hat unschöne Gerüchte seitens der Fasnachter gegeben, das muss doch nicht sein“, macht Kuprian deutlich. „Aber wir sind im Guten auseinandergegangen und dabei wollen wir es belassen.“ So sieht das auch Schlierenzauer: „Wir haben miteinander geredet, es ist alles abgerechnet, für uns ist die Sache abgeschlossen.“





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