Perjentunnel: Dämpfer im Parlament
Von Helmut Wenzel
Landeck, Zams – Der Bau einer zweiten Tunnelröhre und damit der Vollausbau des Perjentunnels soll so rasch wie möglich umgesetzt werden. So hat NR Mathias Venier (FPÖ) seinen parlamentarischen Entschließungsantrag vom Dezember 2011 auf den Punkt gebracht.
Diese Woche musste Venier ein enttäuschendes Ergebnis zur Kenntnis nehmen: Der Antrag, der im Verkehrsausschuss landete, wurde vertagt. „Das Oberland ist brüskiert worden“, resümiert der Abgeordnete, „die rot-schwarze Koalition hat auf stur geschaltet, vor allem Ex-Minister Bartenstein hat sich als Gegner des Infrastrukturprojekts geoutet.“ Ministerin Bures habe geschwiegen und seine Fragen, ob sie mit Tiroler Spitzenpolitikern persönlich verhandelt habe, nicht beantwortet. Irritiert zeigt sich der Zammer von den Unterländern NR Hermann Gahr (ÖVP) und NR Josef Auer (SPÖ): „Sie haben für die Vertagung des Antrags gestimmt und damit LH Platter sowie LA Hans Peter Bock, der angeblich mit Bures verhandelt hat, vor den Kopf gestoßen.“
Er habe sich dem parlamentarischen Klubzwang angeschlossen, erläuterte NR Auer. Auch finanzielle Gründe würden derzeit für einen Aufschub des Projekts sprechen. „Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur lockt noch mehr Verkehr an“, stellte Auer fest. Er plädiert dafür, den öffentlichen Verkehr für die An- und Abreise in den Tourismusregionen zu stärken.
Der von der Region geforderte Vollausbau sei keineswegs abgelehnt worden, zeigt NR Gahr auf. Begehrlichkeiten für ähnliche Projekte gebe es sehr viele, der finanzielle Spielraum der Republik sei jedoch eng. „Mir ist klar, dass der Perjentunnel hohe Priorität hat“, betonte Gahr, „daher wird es weitere Gespräche mit der Asfinag und mit dem Ministerium geben.“






