27.04.2012
Innsbruck

Grünes Licht für Freizeitanlage

Mit der aufsichtsbehördlichen Genehmigung für die Umwidmungen bei der ehemaligen Mülldeponie in der Rossau ist der Weg für ein 4,6 Hektar großes Freizeitareal frei.

Von Nikolaus Paumgartten

Innsbruck, Ampass – Geht es nach dem Initiator Gerold Meindl, dann werden Kinder und Familien sowie Fun-, Action- und Trendsport-Hungrige, aber auch Erholungssuchende ab dem Sommer des kommenden Jahres auf ein Areal südöstlich von Innsbruck pilgern. Meindl hat auf Ampasser Gemeindegebiet die Umsetzung einer 4,6 Hektar großen Freizeitanlage geplant und nun auch von den Behörden grünes Licht dafür bekommen.

Seine Ursprünge hat das Projekt im Jahr 2000. Damals entwickelte Gerold Meindl die Idee, auf der ehemaligen Innsbrucker Mülldeponie im Stadtteil Rossau eine Golfübungsanlage zu realisieren. Nach jahrelangen Verhandlungen konnte er das Vorhaben 2008 umsetzen, die Stadt knüpfte damals ihre Zustimmung allerdings an eine Bedingung: Meindl musste die Errichtung einer öffentlich zugänglichen Freizeitanlage zusichern.

An der Grenze zu Innsbruck entstanden so in Ampass eine Hundewiese, ein Areal für Slackliner und Grillplätze. Jedoch ohne WCs und ausreichend Parkplätze. Deshalb bezeichnet Meindl selbst das Angebot auf den Flächen als „Substandard“. Das soll sich jetzt aber ändern.

Auf 3,5 Hektar sollen Sport- und Spielflächen, von einer Paintballanlage bis hin zu einem Bogenschießbereich, entstehen. Auch ein Streichelzoo, eine Ponyreitmanege, ein Kinderspielplatz, ein Kletterturm und Freiflächen sind vorgesehen. Auf den übrigen 1,1 Hektar werden ein Parkplatz für 180 Autos, Nebeneinrichtungen und Gebäude für Verwaltung und Gastronomie gebaut. Das Gelände wird zwar öffentlich zugänglich sein, für spezielle Angebote – wie etwa das Bogenschießen – muss allerdings bezahlt werden. Eine Betriebsgesellschaft wird die Freizeitanlage verwalten.

Bis zum Ende des heurigen Jahres will Meindl über eine eigene Projektierungsgesellschaft das Gesamtkonzept im Detail ausarbeiten und die Erschließung der Flächen mit Radwegen und Straßen, Kanal, Wasser und Strom planen. Mit Jahresbeginn 2013 sollen die Pläne schließlich umgesetzt werden, so dass die Freizeitanlage nach geschätzten drei bis fünf Monaten Bauzeit spätestens im Sommer des kommenden Jahres ihre Pforten öffnen kann.

Für die Erschließung werden der Projektierungsgesellschaft 1,5 bis 1,8 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Gerold Meindl will das Vorhaben ohne öffentliche Gelder realisieren: „Ich werde ohne Subventionen auskommen und habe bisher auch keine erhalten. Darauf bin ich stolz“, erklärt der Investor.

In einer Sache sieht er allerdings die Stadt in der Pflicht: Derzeit ist an Wochenenden die Straße beim Baggersee so zugeparkt, dass keine zweite Spur mehr zur Verfügung steht. Dieses Nadelöhr müsse die Stadt entschärfen und etwa ein Halte- und Parkverbot verhängen. Baggerseegäste könnten dafür auf den Parkplätzen seiner Anlage parken. Außerdem strebt Meindl eine Verlängerung der Linie C mit einer Haltestelle bei der Freizeitanlage an.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Fr, 27.04.2012
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