01.05.2012
Innsbruck Land

Positive Bilanz bei Rastplatz

Seit Dezember des Vorjahres ist der neue Autobahnrastplatz Zirl-Inzing in Betrieb. Die Asfinag sieht die Investitionen als gerechtfertigt an.

Von Nikolaus Paumgartten

Zirl, Inzing – Lokalaugenschein an einem Freitagvormittag auf dem neu gestalteten und vergrößerten Autobahnrastplatz bei Zirl. Gerade einmal drei Lkw haben auf den für sie vorgesehenen Stellflächen geparkt. Es sieht so aus, als würde die großzügige Fläche bei Weitem nicht benötigt. Doch der Schein trügt, versichert Klaus Fink, der Geschäftsführer des Autobahnbetreibers Asfinag, und legt Zahlen vor:

Zwischen Sieglanger und Mils bei Imst standen den Lkw-Fahrern bis zur Fertigstellung des neuen Rastplatzes insgesamt 108 Stellplätze zur Verfügung. Eine genaue Stellplatzanalyse hat schließlich ergeben, dass diese Flächen oft heillos überfüllt waren und die Lenker ihre Fahrzeuge entweder wild auf den Rastplätzen oder an Tankstellen parken mussten, wenn die vorgeschriebenen Ruhezeiten es verlangten. So wurden etwa in Spitzennächten bis zu 130 abgestellte Lastkraftfahrzeuge auf dem Streckenabschnitt gezählt. Und weil die Entwicklung der kommenden Jahre eher auf mehr als auf weniger Lkw auf den Straßen hindeute, habe man sich entschlossen, den alten und in die Jahre gekommenen Rastplatz bei Zirl rundum zu erneuern und auszubauen. Nicht zuletzt auch deswegen, weil sich die Sicherheit auf der Straße mit ausgeruhten und nicht übermüdeten Kraftfahrern erhöht, so Fink.

Für 3,7 Millionen Euro hat die Asfinag einen videoüberwachten Rastplatz für Pkw, Lkw und Busse mit modernen Sanitäranlagen errichtet. Im Dezember des Vorjahres wurde er offiziell in Betrieb genommen. Die 40 neuen Lkw-Stellplätze seien laut Asfinag-Zählungen im Schnitt zwischen 50 und 70 Prozent ausgelastet, vereinzelt wurden auch Spitzenwerte von 80 Prozent verzeichnet. Für Fink ein Zeichen dafür, dass die Investition notwendig war.

Bis zum Jahr 2025 sollten nun die Rastplätze des Inntalautobahnabschnitts West die Kapazitäten aufnehmen können. Man evaluiere aber laufend die Entwicklung und werde gegebenenfalls bei zusätzlichen Bedarf an Lkw-Stellplätzen rechtzeitig reagieren, erklärt Asfinag-Chef Fink.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Di, 01.05.2012
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