28.06.2012
Reutte

Lechtaler Logistikbetrieb erweitert Lagerkapazität

kdg medialog baute in Stanzach in nur sieben Jahren schon zum dritten Mal neue Hallen dazu. 3,5 Millionen Euro wurden dafür investiert.

Von Peter Friedle

Stanzach, Elbigenalp – Groß war der Slogan „Wir packen‘s an“ auf der Einladung zur Einweihungsfeier von kdg medialog in Stanzach zu lesen. Innerhalb von nur sieben Jahren kam es zum dritten Hallenzubau von kdg medialog, der Logistik-Tochterfirma von kdg. Michael Hosp, der Vorstand der kdg mediatech AG, und Dominik Friedle, der Geschäftsleiter von kdg medialog, stellten bei der feierlichen Eröffnung vor allem die Mitarbeiter in den Vordergrund, ohne die es nicht möglich gewesen wäre, so zu expandieren. 3,5 Millionen Euro wurden bisher in diese drei Bauphasen investiert.

6200 Quadratmeter Lagerhallen mit 4000 Palettenstellplätzen und 12.000 Regallagerplätzen stehen jetzt für die Lagerung von Fremdprodukten zur Verfügung. Pro Tag werden von durchschnittlich 50 Mitarbeitern täglich bis zu 8000 Artikel verpackt und bis zu 800 Lieferungen verlassen die Hallen. Auch neue Maschinen mussten für die professionelle Verpackung angekauft werden. So stehen Schrumpftunnel-, Cellophanierungs- und Blue-Ray-Verpackungsmaschinen für den klaglosen Versand im Einsatz.

Über 99,5 Prozent Kundenzufriedenheit im Lieferantenranking führen diesen Logistikbetrieb beim bedeutendsten Internethändler seit Jahren unter die Top five. Die gelagerten Produkte sind durchwegs Fremdprodukte, die einen Wert von ca. 25 bis 30 Millionen Euro repräsentieren und laufend umgelagert werden.

Dies alles ist möglich durch Internetbestellungen. Vor allem Tonträger wie CD, DVD und Schallplatten werden ausgeliefert. Aber auch Bücher und Fanartikel von Musikgruppen sind in den Regalen gelagert. Mit 150.000 Vinyl-Langspielplatten sind die Hallen im Lechtal das größte Lager dieses wieder boomenden Wirtschaftsbereiches. Der Versandhandel über die Webshops von Mediamarkt und Saturn laufen direkt über kdg medialog.

Nach wie vor werden auch am Standort Stanzach Musikkassetten gefertigt.

Bürgermeister Hanspeter Außerhofer verwies auf die wechselvolle Geschichte der Vorbesitzer und Grundeigner seit den Fünfzigerjahren. Jetzt ist er stolz, dass ein Vorzeigebetrieb in Stanzach mit vielen Arbeitsplätzen wirklich Fuß gefasst hat.

Abschließend gratulierte die Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf: „Dieser Betrieb nimmt eine Vorreiterrolle in der Region für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Auch mit der Ausbildung von 16 Lehrlingen, einige davon machen ‚Lehre mit Matura‘, ist diese Firma ein Vorzeigebetrieb.“

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Do, 28.06.2012
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