Säbelrasseln im Chinesischen Meer wird lauter
Peking – Die Spannungen um Gebietsansprüche im Süd- und Ostchinesischen Meer haben sich am Wochenende verschärft. Peking verwahrte sich dagegen, dass Washington die Einrichtung einer militärischen Niederlassung Chinas auf den Paracel-Inseln im Südchinesischen Meer missbilligte.
Die Territorialstreitigkeiten umfassen große Gebiete. Umstritten sind unter anderem die Hoheitsrechte über die Spratly-Inseln, die mehr als 500 Kilometer vom chinesischen Festland entfernt sind. Der jüngste Streit betrifft zudem die Paracel-Inseln, die wesentlich näher an der chinesischen Halbinsel Hainan liegen.
Peking hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, in Sansha auf den Paracel-Inseln werde eine Garnison eingerichtet. Dies wurde am Freitag vom US-Außenministerium kritisiert, was Peking prompt zurückwies.
Die taiwanesische Führung schaltete sich am Sonntag in einen Territorialstreit zwischen Japan und China ein, bei dem es um unbewohnte Inseln im Ostchinesischen Meer geht. Die umstrittenen Inseln werden in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannt. Die jüngsten Spannungen zwischen Peking und Tokio gefährdeten „Frieden und Stabilität in Ostasien“, beklagte Taiwans Präsident Ma Ying-jeou. Im Juli waren Boote der taiwanesischen und der japanischen Küstenwache im Gebiet der umstrittenen Inselgruppe zusammengeprallt.
Im Konflikt geht es in erster Linie um die dort vermuteten Öl- und Gasreserven. (APA)






