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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 23.01.2013

Kurzer Auftritt von Handzic beim FC Wacker

Von Wolfgang Müller

Innsbruck – „Zweck erfüllt und unsere junge Garde sammelte wichtige Einsatzminuten“, zog Wacker-Coach Roland Kirchler nach dem gestrigen 5:0-Erfolg gegen seinen Ex-Klub Wattens zufrieden Bilanz. Auf dem sehr gut bespielbaren Besele-Kunstrasen überstand der erst am Montag in die Vorbereitung gestartete Westligist die erste Halbzeit noch ohne Gegentreffer, nach dem Wechsel hatten die Schwarzgrünen alles im Griff. Alex Fröschl brach mit einem Weitschuss den Bann, Lukas Hinterseer besorgte das 2:0 und als der FC Wacker nach einer Stunde komplett durchwechselte, fixierten Roman Wallner (2) und Marcel Schreter den Endstand.

Eine Halbzeit lang präsentierte sich der 22-jährige Bosnier Haris Handzic im Wacker-Sturm. Fazit? „Durchwachsen. Er hat mich im Training auch nicht richtig überzeugt. Daraus wird nichts werden, auch wenn er praktisch nichts kostet. Zumal mir Hinterseer mehr aufgefallen ist, der hat Fortschritte gemacht. Wenn wir einen Ausländer holen, muss er einfach klar besser als unsere Eigenen sein“, sprach Kirchler unmittelbar nach dem Schlusspfiff schon Klartext. Am Samstag soll ein Tunesier im Test gegen den FC Südtirol vorspielen. „Eigentlich bin ich kein Freund solcher Aktionen, aber es könnte ja auch einmal ein Volltreffer dabei sein“, so Kirchler.

Interessierter Beobachter am Besele – Matthias Zimmerling. Der 45-jährige ehemalige Profi aus Ostdeutschland trainiert bekanntlich den Tiroler-Liga-Klub Union Innsbruck und ist auch seit Kurzem als Individualtrainer für die Fußball-Akademie und den FC Wacker im Einsatz. Am Samstag nimmt er Wackers Frühjahrs-Auftaktgegner SV Ried unter die Lupe. Als 22-jähriger Kicker hat Zimmerling mit Lok Leipzig sein bestes Erlebnis: Torschütze vor 100.000 Zuschauern beim 1:1 im UEFA-Cup gegen Diego Maradona mit dem SSC Neapel.