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Innsbruck

„Tiroler Fisch“ soll im Jahr 2015 Lebensmittelhandel erobern

Das Land Tirol setzt auf die Fischproduktion als landwirtschaftliches Standbein. Welche Fischsorte zum „Tiroler Fisch“ gemacht werden wird, ist noch nicht klar - genannt wurde etwa der Saibling.

Innsbruck - Ein eigener „Tiroler Fisch“ soll ab dem Jahr 2015 den heimischen Lebensmittelhandel erobern. Ziel sei, einen „ehrlichen, naturnahen Fisch“ zu erzeugen, erklärte Tirols LHStv. Anton Steixner (ÖVP) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz der Agrarmarketing Tirol in Innsbruck. Welche Fischsorte zum „Tiroler Fisch“ gemacht werden wird, ist noch nicht klar - genannt wurde etwa der Saibling.

„Wir haben die beste Trinkwasserqualität. Das ist eine große Chance für die Landwirtschaft“, sagte Steixner. Es gehe darum, die verstärkte Nachfrage nach heimischem Fisch zu nutzen und die Fischproduktion als landwirtschaftliches Standbein auszubauen. Derzeit sei man auf der Suche nach interessierten Produzenten und kümmere sich um den Aufbau einer fachlichen Beratung für Speisefischproduzenten, berichtete Steixner.

Dabei arbeite die Agrarmarketing Tirol, eine Organisation zuständig für die Marktposition bäuerlicher Lebensmittel, unter anderem mit Experten des Freistaats Bayern zusammen, fügte Geschäftsführer Wendelin Juen hinzu. Die Fische würden von besonderer Qualität sein - sie sollen unter anderem doppelt so lange im Wasser bleiben wie gewöhnlich - und deshalb werde den Konsumenten auch ein Mehrpreis abverlangt werden müssen. Fünf landwirtschaftliche Betriebe habe man bisher ins Boot geholt, sagte Juen.

Die Agrarmarketing Tirol verzeichnete einen zweistelligen Zuwachs beim Absatz von Tiroler Produkten im vergangenen Jahr, im Bio-Bereich habe man um rund 13 Prozent zugelegt. Allein bei den Fleisch-Produkten habe die Wertschöpfung rund 2,3 Millionen Euro betragen. Zudem sei mit dem Projekt „Bewusst Tirol“ laut Juen eine gezielte Ausweitung von regionalen Produkten auf die Gastronomie und die Großküchen gelungen. 137 Hotel in Tirol würden mittlerweile bereits auf Tiroler Produkte setzen, Hunderte weitere Betriebe wolle man schrittweise von der heimischen Qualität überzeugen, kündigte Steixner an. (APA)