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Niki Hosp: „Eine WM ist kein Wunschkonzert“

Die Bichlbacherin gilt in der Super-Kombi am Freitag als heiße Medaillen-Anwärterin. Warum gerade ihre Parade-Disziplin im Ski-Zirkus wenig Beachtung findet, kann die Tirolerin auch nicht erklären.

Mit der Super-Kombination am Freitag startet auch für Sie das Heim-WM-Abenteuer.

Hosp: Die Vorfreude ist riesig. Ich bin froh, dass es endlich losgeht.

Wie lautet Ihr Erfolgs-Rezept für das Rennen?

Hosp: Ich muss schauen, dass der Rückstand nach der Abfahrt nicht zu groß ist. Dann ist einiges möglich. Wenn ich die richtige Mischung zwischen Lockerheit und Vollgas geben finde, dann sollte ein gutes Ergebnis herausschauen. Aber ich weiß auch, dass eine WM kein Wunschkonzert ist.

Wer sind aus ihrer Sicht die heißesten Medaillen-Anwärterinnen?

Hosp: Die Top-Favoritinnen sind sicher Tina Maze und Maria Höfl-Riesch. Beide können sowohl Abfahrt als auch Slalom in den Spezial-Disziplinen gewinnen. Aber sie müssen auch erst einmal ins Ziel kommen.

Die Super-Kombi gilt als Ihre Spezial-Disziplin, erfreut sich unter Offiziellen und Fans allerdings nicht gerade großer Beliebtheit. Woran liegt das?

Hosp: Warum gerade die Super-Kombination so wenig Beachtung bekommt, weiß ich auch nicht. Immerhin muss man in zwei verschiedenen Bewerben gut sein, um vorne dabei zu sein. Zwei Rennen pro Saison sind eben zu wenig für eine Weltcup-Disziplin. Aber Medaillen gibt es trotzdem.

Wie haben Sie den Sturz und die schwere Verletzung von Lindsey Vonn am Dienstag mitbekommen? Beeinflusst Sie das in irgendeiner Form?

Hosp: Natürlich ist es nie schön anzuschauen, wenn sich jemand schwer verletzt. Aber das gehört zum Sport dazu und das belastet mich auch nicht mehr.

Das Gespräch zeichnete Michael Pipal auf