07.02.2013, 14:03  Aktualisiert: 07.02.2013, 17:18 
Ski-WM 2013

ÖSV-Damen gehen auf die Suche nach der goldenen Kombination

Das Quintett Nicole Hosp, Anna Fenninger, Michaela Kirchgasser, Elisabeth Görgl und Kathrin Zettel soll am Freitag in der Super-Kombi für die erste rot-weiß-rote Medaille bei der Heim-WM sorgen.
Fünf ÖSV-Mädels für ein Super-Kombi-Halleluja: Michaela Kirchgasser, Elisabeth Görgl, Anna Fenninger, Nicole Hosp und Kathrin Zettel (v.l.).
Foto: GEPA pictures/ Hans Simonlehner

Aus Schladming: Michael Pipal

Schladming – Wenn man das ÖSV-Damen-Quintett nach der Favoritin für die Super-Kombination am Freitag (10.00 und 14.00 Uhr/TT.com-Live-Ticker und ORF eins) fragt, kommt ein Name wie aus der Pistole geschossen: „Tina Maze“. Da sind sich Anna Fenninger, Nicole Hosp, Kathrin Zettel, Michaela Kirchgasser und Elisabeth Görgl einig. „Sie kann die Abfahrt gewinnen und den Slalom auch - wenn sie also halbwegs herunterkommt, wird sie auch ganz oben stehen“, erläutert Fenninger.

Die Salzburgerin geht als Titelverteidigerin ins Rennen, fand sie doch 2011 bei der WM in Garmisch die goldene Kombination. Speziell vorbereitet habe sich die 23-Jährige deshalb nicht. „Aber vor zwei Jahren habe ich mich auch nicht irgendwie anders vorbereitet. Vielleicht ist das ein gutes Omen“, schmunzelt Fenninger, die heuer nur sechs Mal auf Slalom-Skiern stand. Elisabeth Görgl kann da noch einen draufsetzen. Die Wahl-Innsbruckerin machte sich in dieser Saison überhaupt erst zweimal vor dem Weltcup-Rennen in St. Moritz mit den kurzen Latten vertraut: „Ich hoffe, dass der Slalom nicht zu schwierig gesteckt ist. Sonst habe ich keine Chance.“

Das sehen Hosp, Zettel und Kirchgasser naturgemäß anders. Schließlich hat das Trio seine Stärken im Torlauf. „Bei einem schwierigen Kurs kann man schon ein, zwei Sekunden im Slalom aufholen. Mit mehr Rückstand nach der Abfahrt wird es schwierig“, schätzt Kirchgasser die Situation ein. Die Medaillenchance sei da, jetzt müsse man es „nur“ noch auf die Piste bringen.

Welche seiner fünf Damen am Ende des Tages am Podest steht, ist ÖSV-Cheftrainer Herbert Mandl egal: „Wir haben das Glück, dass wir fünf sehr starke Kombiniererinnen am Start haben. Fällt eine aus, rückt eine andere nach.“ Die Enttäuschung aus dem Super-G hätten seine Schützlinge bereits verarbeitet: „Da haben mehrere Umstände zusammengearbeitet, dass es nicht funktioniert hat, aber das Thema ist abgehakt. Wir wollen am Freitag eine Medaille holen.“

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Do, 07.02.2013  14:03
aktualisiert: Do, 07.02.2013  17:18
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