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Letztes Update am In House / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe

Verquere Bilder aus unruhigen Zeiten

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Innsbruck – Die Weimarer Republik (1918–1933) war geprägt vom tiefsitzenden Schock einer erschütternden Kriegserfahrung und von einem vagen Gefühl des Aufbruchs. Beides spiegelt sich auch im Kino dieser Zeit wider. Film war als Kunstform gerade so etabliert, dass es hitzige Diskussionen, spektakuläre Experimente und diffuse Hoffnungen auf wirtschaftlichen Erfolg gab. Der prächtige Bildband „Licht und Schatten“ (Schirmer/Mosel, 308 S., 68 Euro), den der deutsche Filmhistoriker Hans Helmut Prinzler pünktlich zur Berlinale herausgegeben hat, widmet sich dieser ersten Hochzeit des deutschen Kinos. Anhand von epochemachenden Filmen, wie „Das Cabinet des Dr. Caligari“ von Robert Wiene oder Fritz Langs „Metropolis“, porträtiert er das goldene Zeitalter des expressionistischen Stummfilms – präsentiert aber auch die Filme im Schatten dieser Meisterwerke. (jole)

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