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Letztes Update am In House / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe

Nach „konstruktivem Gespräch“

Zwei Stufen zum Haus der Musik

Stadt und Land denken an eine Errichtung des Hauses der Musik in zwei Stufen: die erste für den Eigenbedarf, die zweite für den Bund.

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Innsbruck – Samstagvormittag berieten Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Kulturlandesrätin Beate Palfrader und Landestheater-Intendant Johannes Reitmeier in einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung über das „weitere Vorgehen beim Projekt Haus der Musik“. Und berichteten hernach in einer gemeinsamen Aussendung der Tiroler Landestheater und Orchester GmbH und in ungewohnter Eintracht von einem „konstruktiv geführten Gespräch“. Konkret gebracht zu haben scheint dieses vor allem neuerliche Beratungs- und Planungsrunden, die in der kommenden Woche eingeleitet werden sollen: Zum einen soll laut Aussendung geprüft werden, ob und wie ein „redimensioniertes Projekt“ ohne Beteiligung des Bundes umgesetzt werden könnte. Zum anderen hat man sich auf die „Prüfung eines Wettbewerbs zur Errichtung des Hauses der Musik in zwei Baulosen“ geeinigt: Was bedeuten würde, dass Stadt und Land in einer ersten Projektstufe den Bau für den eigenen Raumbedarf errichten. Und dieser in einer zweiten Stufe um die Flächen für die Einrichtungen des Bundes – also Mozarteum und Institut für Musikwissenschaft – erweitert wird.

Der Bund hätte zuletzt, wie berichtet, als Einmieter beim Projekt Haus der Musik mit an Bord sein sollen, allerdings kam es diesbezüglich zu keiner Einigung mit der Stadt. Derzeit sollen im Ministerium die Rahmenbedingungen geprüft werden.

Strittiger Punkt dürften nicht zuletzt die veranschlagten Mietkosten gewesen sein: Das Konzept der Stadt sieht für das Mozarteum einen Nettojahresmietzins von rund 460.000 Euro und für das Institut für Musikwissenschaft rund 100.000 Euro vor. (jel)

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