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Finanzskandal

Salzburg: 310.000 Euro Verlust durch übernommene Swaps

Das Land Salzburg hat im Jahr 2007 riskante Zinstauschgeschäfte der Stadt Salzburg übernommen. Die ÖVP fordert nun von der SPÖ den „Stadt-Land-Deal“ aufzuklären.

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Salzburg - Im Untersuchungsausschuss zur Aufklärung des Salzburger Finanzskandals soll auch die Frage erörtert werden, warum das Land Salzburg im September 2007 von der Stadt Salzburg riskante Zinstauschgeschäfte übernommen hat. Die Übernahme der Swaps habe dem Land letztlich einen Verlust von 310.000 Euro eingebracht, errechnete das Landes-Finanzressort für eine Anfrage der FPÖ im Landtag.

ÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Mayer forderte heute, Sonntag, in einer Aussendung den Koalitionspartner SPÖ auf, „den Stadt-Land-Deal“ aufzuklären. Laut einem Bericht des Kontrollamtes vom 10. Jänner 2013 hätten sich die an das Land übertragenen Zinsswaps und Gegenswaps zumindest in den beiden Jahren vor der Übertragung negativ entwickelt, zitierte Mayer aus dem Bericht.

Das Kontrollamt spreche auch von einem Einvernehmen zwischen der Stadt und dem Land Salzburg, sagte der ÖVP-Landesgeschäftsführer. „Es stellt sich die Frage, warum das Land von der Stadt Papiere übernimmt, die sich nachweislich negativ entwickelt haben.“

Zum Zeitpunkt der Übernahme dieser Derivat-Geschäfte war Othmar Raus (SPÖ) Landes-Finanzreferent. Sein Parteikollege und Nachfolger David Brenner übernahm das Finanzressort im Dezember 2007. LHStv. Brenner ist wegen des Finanzskandals am 23. Jänner 2013 zurückgetreten. (APA)

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