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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 19.02.2013

Fusions-Signale: Uniräte wechseln zur Medizin-Uni

Innsbruck – Die (personellen) Signale von ÖVP-Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle für den Universitätsstandort Innsbruck sind eindeutig. Der Tiroler Minister und ehemalige Rektor der Stamm­universität forciert die Fusion mit der Medizinischen Universität. Gestern hat die Bundesregierung die neuen Uniräte komplettiert. Der Uni- rat fungiert als Aufsichtsrat und ist damit das höchste Gremium an den Universitäten.

Interessant dabei ist die Zusammensetzung an der Medizin-Uni Innsbruck, die sich Montag erneut und klar gegen die Verschmelzungspläne der Stammuniversität ausgesprochen hat. Auf Vorschlag der SPÖ nominierte die Bundesregierung die Arbeitsrechtlerin und ehemalige Vizedirektorin der Arbeiterkammer Österreich, Johanna Ettl. Wissenschaftsminister Töchterle setzt mit seinen beiden Besetzungsvorschlägen laut eigenen Angaben auf Kontinuität und die Fusion. Die gesetzlichen Grundlagen dafür hat er mit einer Novelle für das Universitätsgesetz bereits vorbereitet. Und mit Johannes Michael Rainer und der Vorarlberger Architektin Vera Purtscher wechseln der bisherige Uniratsvorsitzende sowie ein langjähriges Uniratsmitglied der Leopold-Franzens-Universität an die Medizin-Uni. „Meine Position in dieser Frage ist hinlänglich bekannt und es kann niemanden verwundern, dass ich Uniräte vorschlage, die diese Position teilen“, begründet Töchterle seine Vorgangsweise. Außerdem würden Rainer und Purtscher den Standort Innsbruck sehr gut kennen und „haben sich als Universitätsräte der Stammuni überaus bewährt“.

Gleichzeitig wird der ehemalige Vizerektor Peter Gröbner Unirat an der Stamm-Uni. Mit ihm wurden Ex-Superintendentin Luise Müller und die Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft Henrietta Egerth-Stadlhuber als Uniräte bestellt. (pn)