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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 15.03.2013

Viel mehr mit YouTube machen

Der Videodienst von Google kann eine ganze Menge. Die Beschäftigung mit Kanälen, Abspiellisten oder Zusatzdiensten von YouTube lohnt sich jedenfalls und kann einen ganzen Abend füllen.

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Von Georg Holzer

Innsbruck – YouTube bietet weit mehr als kurze Katzenvideos, die man von Freunden auf Facebook vorgesetzt bekommt. Mit dem Wissen über ein paar Tipps & Tricks kann Googles Videoservice das Hauptabendprogramm ersetzen. Dazu ist es jedoch nötig, dass man einen Account besitzt – doch einen solchen haben alle Gmail- oder Android-Nutzer ohnehin. Er muss lediglich beim ersten Besuch mit dem Anmeldebutton „scharf“ gemacht werden.

Vor Kurzem wurden mit dem Re-Design die Kanäle in den Vordergrund gerückt. Nicht nur jeder Nutzer, der schon Videos hochgeladen hat, verfügt über so einen Kanal. Auch renommierte TV-Stationen wie ARD, ZDF, Arte oder die BBC bieten jede Menge Videos – hauptsächlich Dokumentationen – über diesen Weg an. Hat man einen solchen Kanal abonniert, bekommt man zum Einstieg stets dessen frischeste Videos angeboten.

Eine weitere, äußerst praktische und dennoch kaum bekannte Funktion sind die Abspiellisten („Playlists“), in denen man mehrere thematisch verwandte Videos zusammenstellen und nacheinander abspielen kann. Jedes Konto verfügt zudem über die „Watch Later“-Liste. Wie der Name schon sagt, kann man damit Videos für den späteren Konsum markieren. Dies geschieht mit einem Klick auf das Uhr-Symbol rechts unten am Video. Gleich links daneben befindet sich übrigens ein Zahnrad, bei dem man die gewünschte Auflösung (bis Full-HD) auswählt.

Wer an einem speziellen Thema interessiert ist und nicht nur ein kurzes Video dazu sehen will, kann die Suche mit einem Klick auf „Filter“ verfeinern und nach Kanälen sowie Playlisten anderer Nutzer stöbern.

Wenn man tagsüber öfters in sozialen Netzwerken auf Videos von YouTube stößt, braucht man diese nicht immer gleich anzusehen. Verbindet man seinen Facebook- oder Twitter-Account mit YouTube, erhält man abends am Fernseher eine Liste aller untertags geteilter Videos.

Weil sich auf dem Portal fast jeder Song in Form des Musikvideo befindet, ist es die beliebteste Musikplattform unter Jugendlichen. Mit Zusatzdiensten wie b00mbox.com (Nuller statt OO) kann man gemeinsam Playlisten für Partys erstellen.

Ebenso praktisch wie umstritten sind Dienste wie videodropper.net. Damit lassen sich ganze Videos oder deren Tonspur als MP3-Datei direkt im eigenen Cloudspeicher von Dropbox ablegen.

Eigene Videos lassen sich übrigens auch privat bei YouTube hochladen, etwa wenn sie nicht jeder sehen sollte. In diesem Fall kann man sie der Mitzi-Tant‘ nur dann zeigen, wenn man mit dem Account angemeldet ist.

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