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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 18.03.2013

Florian Pedarnig erhält Volkskulturpreis

Ein Herz für die echte Volksmusik

Innsbruck – Florian Pedarnig bekam am Montag von Kulturlandesrätin Beate Palfrader den mit 5000 Euro dotierten Tiroler Volkskulturpreis überreicht. Das Land Tirol würdigt mit der Auszeichnung, die seit 2009 im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben wird, das Lebenswerk des vielseitigen Musikers, Komponisten und Kapellmeisters, der am 16. Februar 1938 als zehntes von 16 Kindern in Schlaiten in Osttirol geboren wurde.

„Florian Pedarnig hat die Blasmusik und die Volksmusikszene in Tirol über viele Jahre geprägt und sich insbesondere für die echte, überlieferte Volksmusik abseits des Kommerzes eingesetzt“, betonte Palfrader. Rund 50 Werke für Blasorchester, Bläsergruppen, Saitenmusik und „Tanzlmusig“ stammen aus der Feder Pedarnigs, dessen Marsch „Dem Land Tirol die Treue“ weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.

Pedarnig entdeckte seine Liebe zur Musik schon früh – mit zwölf nahm er erstmals Klarinettenunterricht, mit 17 wurde er Kapellmeister seiner Heimatgemeinde. Während des Studiums am Konservatorium spielte Pedarnig vier Jahre bei der Brigademusik Tirol, 1963 trat er in das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck ein, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1998 als Kontrabassist tätig war.

Neben etlichen anderen Tätigkeiten war er von 1973 bis 1986 Kapellmeister der Bundesbahnmusik Innsbruck und von 1980 bis 1986 Landeskapellmeister des Tiroler Blasmusikverbandes mit Lehrverpflichtung am Konservatorium. 1979 gründete Pedarnig die Tiroler Musizierwoche, die 2013 zum 33. Mal in Rotholz stattfinden wird. Seit 1991 lebt er in Kolsassberg bei Wattens und ist seit 1994 abwechselnd Chorleiter oder Chorleiterstellvertreter in der Pfarre Kolsass/Kolsassberg, wo er zusätzlich für die Kolsasser Anklöpfler musikalisch verantwortlich ist. (TT)