Workshop mit „Hochländern“
Von Renate Schnegg
Tarrenz – Die Rinderrasse ist zwar alt, bei uns aber doch noch nicht so lange zuhause: Die Rede ist vom schottischen Hochlandrind, das bereits Mitte der 1880er Jahre als erste Viehrasse registriert worden ist.
Die „Zottler“, wie sie von ihren Züchtern liebevoll genannt werden, sehen nicht nur anders aus als unsere herkömmlichen Rinderrassen, sie sind auch anders zu behandeln: Darüber sprach Hochlandrinderzüchter Franz Patscheider – derzeit Herr über rund 30 Zottler – beim 1. Highlander-Workshop auf seinem Hof in Tarrenz. 25 aufmerksame Zuhörer aus ganz Tirol und sogar aus Rosenheim waren ins Gurgltal gekommen, auch Tirols Zottlerchef Wolfgang Wahrstätter ließ sich den Termin nicht entgehen.
Bis vor zehn Jahren habe er „nix am Hut gehabt“ mit Landwirtschaft. „Bis mir meine Frau eines Tages sagte, dass wir jetzt zehn Hektar landwirtschaftliche Flächen im Gurgltal haben“, meinte Patscheider launig.
Darauf folgten Facharbeiterkurs und schließlich die ersten Highlander. „Zwei Mutterkühe mit Kälbern und drei Jahrlinge“, sagte Patscheider nicht ohne Stolz. Erst vor Kurzem wurde er für seine Art der Tierhaltung mit dem Tiroler Tierschutzpreis ausgezeichnet.
„Hochlandrinder sind für mich die ideale Möglichkeit, den Hof ohne allzu großen Stress zu betreiben“, sagte der Unternehmer. Wie er das macht und was dazu nötig bzw. nicht nötig ist, erklärte er den 25 Zottler-Anfängern bzw. -Neueinsteigern bei einer gemütlichen Führung durch den Patscheider-Hof.



