08.02.2012, 08:31  Aktualisiert: 08.02.2012, 08:40 
International

Koka-Bauern peitschten bolivianische Polizisten aus

Die Polizisten wollten illegal angebaute Koka-Pflanzen zerstören.
Zwei Bolivianische Baueren bereiten ein Ritual mit Koka-Blätter vor.
Foto: REUTERS

La Paz – Bolivianische Bauern haben Polizisten ausgepeitscht, die illegale Koka-Pflanzungen vernichten wollten. Opfer der Attacke vom Montag wurden vier Mitglieder der Antidrogen-Polizei, erklärte am Dienstag der Vizeminister für Soziale Sicherheit, Felipe Caceres.

Die Bauern begründeten ihre Aktion damit, dass die Polizisten ohne Vorankündigung gehandelt hätten, berichtete die Zeitung „El Deber“. Innenminister Carlos Romero kündigte Maßnahmen gegen die Angreifer an. Der Vorfall geschah in der Ortschaft La Asunta, 120 Kilometer nördlich von La Paz.

In Bolivien sind 12.000 Hektar Koka-Plantagen erlaubt. Mit den Blättern, die traditionell gekaut werden, wird der lokale Markt beliefert. Die Vereinten Nationen schätzen aber, dass die Anbaufläche mit 30.500 Hektar weit größer ist und die Plantagen oft der Herstellung von Kokain dienen. Bolivien gehört mit Peru und Kolumbien zu den größten Kokainproduzenten der Welt.

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mi, 08.02.2012  08:31
aktualisiert: Mi, 08.02.2012  08:40
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