25.12.2012, 22:17  Aktualisiert: 26.12.2012, 12:51 
Flugzeug-Crash

Österreicher nach Notlandung in Burma wohlauf

Bei der Notlandung eines Passagierflugzeugs im Osten Burmas kamen zwei Menschen ums Leben, elf wurden verletzt. An Bord befanden sich auch vier Oberösterreicher. Sie erlitten keine Verletzungen.
Die Absturzstelle in Burma. Vier Oberösterreicher überlebten den Crash unverletzt.
Foto: EPA

Rangun -Wohlauf sind jene vier Oberösterreicher, die am Dienstag an Bord eines Passagierflugzeugs im Osten Burmas eine Notlandung mit zwei Toten und elf Verletzten durchgestanden haben. Lena K., die Lebensgefährtin eines Passagiers aus Linz, hatte Dienstagabend in einem Telefon-Interview im ORF berichtet, dass die Österreicher mit ein paar blauen Flecken und einem Schrecken davongekommen waren.

Die thailändische Fluglinie hat sie mittlerweile in einem Hotel untergebracht. Für die nächsten Tage wird die Heimkehr organisiert. Bis dahin wird auch die Frage der offenbar abhanden gekommenen Reisedokumente geklärt sein.

Die Maschine vom Typ Fokker-100 der Fluggesellschaft Air Bagan war am Dienstag etwa drei Kilometer vom Flughafen Heho entfernt notgelandet. Ein elfjähriges Kind an Bord des Flugzeugs kam dabei ums Leben, am Boden starb ein Motorradfahrer. An Bord der Maschine waren den Angaben zufolge insgesamt 65 Passagiere, davon 51 ausländische Touristen.

Neun Passagiere und zwei Besatzungsmitglieder erlitten Verletzungen, sagte der stellvertretende burmesische Informationsminister U Ye Htut. Wie die Fluglinie auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, befanden sich fünf Ausländer unter den Verletzten. Dabei soll es sich um zwei US-Amerikaner, zwei Briten und einen Koreaner handeln.

Ein Regierungsvertreter sagte, im Anflug auf den Flughafen Heho sei ein Feuer in einem der Triebwerke des Flugzeugs gemeldet worden. Ein Reiseführer, der sich am Unfallort aufhielt, berichtete, der Motor der Maschine habe in Flammen gestanden. Das Feuer habe „fast das ganze Flugzeug“ zerstört und die Insassen hätten wegen des Rauchs unter Atemnot gelitten.

Der Flughafen Heho, etwa 480 Kilometer nordöstlich von Rangun, liegt in der Nahe des Inle-Sees, eines der beliebtesten Touristenziele in Burma. Im südostasiatischen Burma boomt der Tourismus nach der Isolation wegen der jahrzehntelangen Militärherrschaft.

Air Bagan ist eine burmesische Inlandsfluggesellschaft, die 2004 gegründet wurde und die erste private Fluglinie des Landes ist. Die Airline, eine von fünf Inlandsfluggesellschaften des Landes, verfügt über zwei Fokker-100. Maschinen dieses Typs werden heute nicht mehr gebaut. (APA)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Di, 25.12.2012  22:17
aktualisiert: Mi, 26.12.2012  12:51
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