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Rekordhitze erwartet

Neue Farben für Wetterkarte: Australien schwitzt bei über 50 Grad

Alarmstufe rot in Australien: Die Hitzewelle soll am Montag neue Rekordwerte von deutlich über 50 Grad erreichen. Dies stellte auch die Meteorologen vor Probleme. So mussten zwei neue Farbtöne auf den Wetterkarten eingeführt werden.

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Sydney, Melbourne - Alarmstufe rot im Südosten Australiens: Seit Tagen stöhnt das Land unter der seit Jahrzehnten schlimmsten Hitzewelle. Und die Wetterprognosen sind dramatisch. Nach einer leichten Abkühlung auf 25 Grad am Mittwoch sollen die Temperaturen zu Wochenbeginn alle historischen Rekorde brechen. Aufgrund der extremen Hitzewelle musste die staatliche Wettervorhersage-Behörde neue Farben für die Wetterkarte festlegen, um Temperaturen jenseits der 50 Grad darstellen zu können.

Die Wetterbehörde ergänzte die Farbabstufungen auf ihrer Wetterkarte um die Farben Dunkelviolett und Magenta. Bisher war bei Dunkelrot Schluss. Dunkelviolett steht nun für Temperaturen zwischen 50 und 52 Grad, Magenta für Temperaturen zwischen 52 und 54 Grad fest. „Die Farben wurden eingeführt, damit wir die zu erwartende Hitze besser darstellen können“, erklärte Meteorologe Aaron Coutts-Smith gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Am Montag sind derzeit Werte von deutlich über 50 Grad prognostiziert. Weltweit wurde in besiedeltem Gebiet noch nie eine gesicherte Temperatur jenseits der 51 Grad gemessen.

Neue Brandherde fachen Feuergefahr an

Behörden warnen, dass der kleinste Funke katastrophale Folgen haben könne. Starke Winde können kleine Buschbrände rasch in Feuerwalzen verwandeln. Zehntausende Feuerwehrleute waren auch am Mittwoch erneut im Einsatz, um Hunderte kleinere Brandherde einzudämmen. Immer wieder brachen neue Feuer aus. Die Feuerwehr behielt zunächst die Oberhand. Dennoch herrscht weiter Alarmstufe rot, denn Tausende Hausbesitzer ignorieren die Aufforderungen der Behörden, vor den Flammen zu fliehen.

Die meisten Menschen nähmen die Warnungen der Behörden zwar ernst, „aber es gibt immer einige, die es besser wissen“, sagte Rob Rogers von der Feuerwehr New South Wales dem Fernsehsender ABC. „Denjenigen möchte ich folgendes sagen: Wenn Sie in der Vergangenheit Warnungen ignoriert haben, dann ist heute der Tag, an dem sie auf die Behörden hören sollten.“

„Es wird wieder ein langer Tag“, sagte der Chef der Feuerwehr des Bundesstaates New South Wales, Shane Fitzsimmons. „Alle Feuerwehrleute kennen die Risiken.“

Premierministerin lobt Helfer

„Ihr habt ein Wunder vollbracht und so viele Menschen und Häuser beschützt“, sagte Premierministerin Julia Gillard in einer Nachricht an die zumeist freiwilligen Helfer. Bislang wurden in der Krisenregion nur wenige Gebäude zerstört, und es gab bisher keine Berichte über Tote oder Schwerverletzte - ein glimpflicher Verlauf im Vergleich zu den Buschbränden vor knapp vier Jahren. In der Region um Melbourne waren im Februar 2009 insgesamt 173 Menschen bei schweren Buschbränden gestorben. Etwa 2.000 Häuser brannten damals nieder.

Aufregung gab es jedoch um drei Teenager im Bundesstaat New South Wales. Sie hatten in einem Vorort von Sydney einen Brand gelegt, wurden aber auf Kaution wieder freigelassen. Premier Barry O‘Farrell zeigte sich entrüstet: „Wir sollten diese Leute hierher bringen. Und sie sollen helfen, die Schafe notzuschlachten, die durch die Brände verletzt wurden. Denn wenn man das einmal macht, will man so etwas nie wieder sehen“, sagte er während eines Besuchs in einem stark von den Bränden betroffenen Bezirk.

Auf Tasmanien, das in der vergangenen Woche von Buschfeuern heimgesucht wurde, hätten viele Menschen ihr Eigentum verloren, sagte die Premierministerin des Bundesstaats, Lara Giddings. 128 Häuser wurden zerstört, etwa ein Prozent der gesamten Fläche brannte. (TT.com, dpa, Reuters)

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