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Arnie empört über Nennung seines Namens auf Hitler-Poster

In einem Einkaufszentrum der türkischen Metropole Istanbul stand auf einem großformatigen Poster mit dem Bild Adolf Hitlers auch der Name Arnold Schwarzeneggers, des früheren Gouverneurs von Kalifornien und Hollywood-Stars.

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Ankara, Washington, Graz – Weil ein Poster in einem Istanbuler Einkaufszentrum eine fragwürdige Prominentenliste zeigte, bat Arnold Schwarzenegger das Simon Wiesenthal Centre, ihn bei seinen Bemühungen zu unterstützen, seinen Namen entfernen zu lassen. Das berichtete das Internetportal „Shalomlife“.

Die israelische Online-Zeitung „Jewish Press“ veröffentlichte ein am 11. Jänner aufgenommenes Foto des umstrittenen Posters. Darauf steht: „Wen würden Sie gerne treffen wenn sie könnten?“. Darunter sind den Angaben zufolge eine Reihe von Namen aufgelistet, wie Sultan Süleyman I., Mustafa Kemal Atatürk, Napoleon Bonaparte, The Beatles, Elvis Presley, Wladimir I. Lenin, Boris Jelzin, Leonardo Da Vinci, Arnold Schwarzenegger und Michael Jackson. Zuletzt steht, zusammen mit einem großformatigen Bild, der Name Hitlers. Angeblich handelte es sich bei dem Plakat um Werbung für ein Wachsfigurenkabinett.

Das Simon Wiesenthal Centre hatte Schwarzenegger auf das fragwürdige Poster in dem Einkaufszentrum in einem Istanbuler Nobelbezirk aufmerksam gemacht. Schwarzenegger bedankte sich schriftlich beim Gründer des Wiesenthal-Zentrums, Rabbi Marvin Hier, dass man ihn davon unterrichtete habe, dass sein Name zusammen mit jenem Hitlers genannt werde. Er werde alles unternehmen, damit sein Name von dem Poster entfernt werde.

„Als jemand, der alles verabscheut, für das Hitler gestanden ist, empfinde ich es als abstoßend, dass mein Name in irgend einer Weise mit dem größten Verbrecher der Geschichte in Verbindung gebracht wird, der für die Ermordung von mehr als sechs Millionen Juden und für weitere Millionen anderer Opfer verantwortlich ist“, schrieb der ehemalige „Terminator“-Darsteller.

„Shalomlife“ nannte den Ex-Bodybuilder einen „eifrigen Unterstützer jüdischer Rechte und Freiheiten“. So habe er in seiner Zeit als Gouverneur an einer Veranstaltung teilgenommen, bei der die Freilassung des von der Hamas gefangen gehaltenen israelischen Soldaten Gilad Shalit gefordert wurde.

Die Nachrichtenseite www.jta.org berichtet, dass das umstrittene Poster mittlerweile abgenommen wurde. (APA, TT.com)

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