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Kirchenvolksbegehren: Kirche sichert sich „kirchenprivilegien.at“

Die Offizielle Web-Präsenz des Volksbegehrens unterscheidet lediglich ein Bindestrich von jener Domain, die sich nun das Medienreferat der Bischofskonferenz gesichert hat.

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Wien – Der römisch-katholischen Kirche dürfte das „Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien“ doch mehr Kopfschmerzen bereiten, als sie derzeit zugibt. So hat sich die Bischofskonferenz die Internet-Domain www.kirchenprivilegien.at gesichert und leitet Besucher von dort auf die offizielle Website der römisch-katholischen Kirche um. Die Offizielle Web-Präsenz des Volksbegehrens (www.kirchen-privilegien.at) unterscheidet lediglich ein Bindestrich von jener Domain, die sich nun das Medienreferat der Bischofskonferenz gesichert hat.

Der Pressesprecher der Bischofskonferenz, Paul Wuthe, verteidigt die Aktion: „Es ist ein üblicher Vorgang, dass man sich Domains sichert die im eigenen Interesse sind.“ Der Begriff „Kirchenprivilegien“ sei missverständlich, daher werde man darauf achten, mit Argumenten, Fakten und Informationsmaterial diese Missverständnisse aufzuklären. Eine Verwechslungsgefahr mit der Seite des Volksbegehrens sieht Wutte nicht: „Es wird jeder Internet-Nutzer sehr wohl wissen, auf welcher Seite er sich befindet.“

Aufseiten der „Initiative gegen Kirchenprivilegien“, die für das Volksbegehren verantwortlich ist, gibt man sich amüsiert und deutet die Aktion in eigener Sache: „Lange wurden seitens der katholischen Kirche Privilegien bestritten. Jetzt werden diese - rechtzeitig vor der Eintragungswoche - zugegeben“, heißt es in einem Statement. „Das freut uns und macht uns für den Ausgang des Volksbegehrens zuversichtlich.“

www.kirchen-privilegien.at

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