Gegenbewegung: Männer sagen Besetzung in Votivkirche ab
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Die Wiener Votivkirche ist derzeit Schauplatz von politischem Aktionismus. Neben Flüchtlingen hatten am Sonntag für kurze Zeit Mitglieder einer rechtsgerichteten Gruppe das Gotteshaus besetzt.
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH
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Wien - Die Wiener Votivkirche, in der sich nach wie vor etwa 40 bis 50 Flüchtlinge aufhalten, ist am Sonntag von neun Männer „besetzt“ worden. Die Mitglieder der rechtsgerichteten Gruppe „Die Identitären Wiens“ sind nach einem kurzen Auftritt aber wieder abgezogen, sagten Sprecher der Polizei und der Caritas der APA. Das Erscheinen von rund 30 Unterstützern der in der Kirche campierenden Flüchtlinge habe die „Identitären“ zum Abzug bewogen, hieß es.
Die neun Männer hatten sich in einem Kirchenschiff, das jenem Bereich, in dem sich die Flüchtlinge aufhalten, gegenüberliegt niedergelassen und verkündet, sie würden die Kirche ebenfalls „besetzen“. Sie wollten damit ihren Protest gegen „Massenzuwanderung und Islamisierung“ zum Ausdruck zu bringen, teilten sie in einem auf Youtube veröffentlichten Video mit. Die Caritas und SOS Mitmensch sprachen von einer bewussten Provokation. Die Organisationen versuchten zu vermitteln und zu deeskalieren.
Der Zugang zur Kirche ist derzeit aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die Flüchtlinge werden von der Katholischen Kirche geduldet. (APA)
aktualisiert: So, 10.02.2013 17:42





