Aus Rache böse E-Mails geschrieben
Innsbruck – Auf der Schulbank einer Abendschule begann die Freundschaft zwischen einem transsexuellen Innsbrucker und einer Klassenkameradin. Geendet hat die vierjährige Freundschaft am Donnerstag vor Gericht. Der 38-jährige Innsbrucker, der inzwischen als Frau lebt und auch so vor Gericht aussagte, war von der Freundin tief gekränkt worden, wie er mit leiser Stimme vor Richter Josef Geisler aussagte. Konkret ging es um eine Schulfeier, von der sie ausgeladen worden war. Die Folge war eine Flut böser E-Mails. Außerdem hatte der Angeklagte, der auch einen weiblichen Namen trägt, auf den Namen seines Opfers u. a. Erotikartikel bestellt und Partnerschaftsanzeigen geschaltet.
Vor Gericht bekannte sich der Innsbrucker schuldig und beteuerte, einen großen Fehler gemacht zu haben. Die Kränkung sei zu groß gewesen. Nach der rüden Abfuhr habe er einen Zusammenbruch erlitten. Zumal er auch noch schwer krank ist, wie sein Anwalt im Plädoyer erklärte. Da der 38-Jährige den Schaden bereits wiedergutgemacht und sich beim Opfer entschuldigt hat, einigten sich alle Beteiligten auf einen außergerichtlichen Tatausgleich. Richter Geisler stellte das Verfahren ein. (mak)



