Beginn einer wundervollen Bärenpartnerschaft
Innsbruck – Mit Spannung wurde heute Vormittag das erste Zusammentreffen der beiden Braunbären im Innsbrucker Alpenzoo verfolgt. Ob sich Bärin Martina und der „Zuagroaste“ Jungbär verstehen werden, war im Vorfeld nicht abzusehen.
Zu Beginn des Zusammentreffens herrschte friedliches Desinteresse. Die im Gehege verteilte Marmelade zog die ganze Aufmerksamkeit der beiden Bären auf sich. Die erste Annäherung erfolgte zögerlich, dann spielerisch.
Auf gegenseitiges Beschnuppern folgten kleine Keilereien. "Nix dramatisches, für Bären sind Raufereien durchaus üblich", erklärt Zoodirektor Michael Martys.
Martys ist mit der Zusammenführung jedenfalls zufrieden. „Es ist genauso gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Das ist beruhigend, sowohl für die Bären als auch für uns. Bärin Martina ist aber auf jeden Fall der Boss.“
Kein Nachwuchs zu erwarten
Aber trotz der freundschaftlichen Annäherung im Bärengehege ist kein Nachwuchs zu erwarten. Bärin Martina ist mit ihren 20 Jahren zu alt für Nachwuchs. „Und der Jungbär wäre mit seinen zwei Jahren auch noch nicht geschlechtsreif“, so Martys.
Der junge Mann wartet vorerst erst mal auf einen neuen Namen. TT-Leser können unter http://bit.ly/IWrznA noch einen von zehn Vorschlägen auswählen. Die Gewinner werden zur Tauffeier am 30. Mai eingeladen.
Nach der Taufe können die beiden Bären ihre "traute Zweisamkeit" genießen. „Nachwuchs war nie geplant", so Martys. Die Besucher im Alpenzoo sollen vielmehr Einblick in eine Bärenpartnerschaft bekommen. Eine Partnerschaft, die sich für Bär und Besucher hoffentlich wunderbar gestalten wird. (TT.com)
aktualisiert: Mi, 30.05.2012 16:36



