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Innsbruck

„Kampf der Kulturen“ um das Tiroler Weihnachtsfest

Christkind gegen Weihnachtsmann: Das Fest der Liebe und des Friedens läuft hinter den Kulissen alles andere als friedlich ab.

Innsbruck – Wer bringt denn nun eigentlich die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder gar der Zalando-Bote? Der Reklame- und Lichterzauber rund um das Weihnachtsfest verwirrt Kinder und bringt Erwachsene oft in Erklärungsnotstand. Allzu friedlich läuft es da naturgemäß auch hinter den Kulissen nicht ab. Ein regelrechter „Kampf der Kulturen“ tobt laut dem Volkskundler Karl C. Berger rund um die beiden himmlischen Gabenbringer Christkind und Weihnachtsmann.

Konkurrenzkampf

Durch den Vormarsch des Weihnachtsmannes nach US-Vorbild sehen hierzulande viele das Christkind bedroht. Vor zwölf Jahren ist daher der Verein Pro Christkind dem himmlischen Kinde zu Hilfe geeilt. Die katholische Initiative will die Tradition des Tiroler Weihnachtsfestes gegen den „zuagroasten“ Weihnachtsmann verteidigen. Das erste Pro-Christkind-Vereinslogo mit dem durchgestrichenen Weihnachtsmann löste 2002 allerdings eine Kontroverse aus, die auch in US-amerikanischen Medien heftig diskutiert wurde. Ob sich das Verhältnis zwischen Weihnachtsmann und Christkind seitdem gebessert hat? Die knapp siebenminütige TT.com-Video-Reportage: „Warum der Weihnachtsmann ans Christkind glaubt“, versucht Antworten darauf zu finden. (tt.com)