Opposition lehnt Pläne für die Mittelschule ab
Wien – Die Oppositionsparteien FPÖ, Grüne und BZÖ kritisieren die Pläne der Koalition für die Neue Mittelschule. „Neue Mittelschulen sind nichts anderes als Hauptschulen mit neuem Namen“, meint FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz – und warnt gleichzeitig davor, dass auch die Gymnasien verschwinden könnten. Den Grünen hingegen geht die Reform nicht weit genug. Das Schulsystem bleibe dennoch „selektiv, leistungsfeindlich und ungerecht“, befindet Bildungssprecher Harald Walser. Für das BZÖ kann die NMS ebenfalls nur ein Kompromiss sein, so Bildungssprecherin Ursula Haubner.
Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) hat am Montag den Gesetzesentwurf für die Umstellung der Hauptschulen auf „Neue Mittelschulen“ vorgelegt. Diese Umstellung soll bis 2018 abgeschlossen sein.
SPÖ und ÖVP betonen, dass diese Umstellung mehr sei als nur der Austausch von Türtaferln. Immerhin gebe es mehr Geld und neue pädagogische Konzepte.
Uneins sind SPÖ und ÖVP aber bezüglich der weiteren Entwicklung der Schulen. Die SPÖ will eine Gesamtschule aller 10- bis 14-Jährigen. Die ÖVP beharrt auf dem Fortbestand der Gymnasien. (APA, TT)



