09.07.2010, 09:15  Aktualisiert: 16.02.2011, 10:20 
International

24-stündiger Bahnstreik in Italien hat begonnen

Reisende von und nach Italien müssen mit Schwierigkeiten rechnen. Zwischen dem Brenner und Verona werden Ersatzbusse eingesetzt.
Mehr zum Thema

Rom – Die Angestellten der italienischen Staatsbahn sind seit Donnerstagabend für 24 Stunden in den Streik getreten. Reisende von und nach Italien müssen mit Schwierigkeiten rechnen. Mehrere internationale Verbindungen könnten ausfallen, mit Verspätungen ist zu rechnen, teilten die italienischen Staatsbahnen mit. Die Eisenbahner streiken für ihren neuen Kollektivvertrag.

Die ÖBB bieten anlässlich des bevorstehenden Streiks der italienischen Bahn zum Teil Ersatzbusse ab dem Brenner bis nach Verona an. Die in während des Streiks fallenden Fernverkehrszüge, die auf der Linie München-Innsbruck-Brenner-Italien verkehren, enden in Innsbruck, teilte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel in einer Aussendung mit.

Zu einer Arbeitsniederlegung kam es am Freitag auch im italienischen Nahverkehr. Busse, Straßenbahnen und die Metro sind in allen italienischen Städten betroffen. Allerdings wird der Ausstand zu den Hauptverkehrszeiten ausgesetzt, damit die Pendler von und zur Arbeit kommen. Vor allem in den Metropolen Rom und Mailand, in denen viele Menschen wegen des Streiks auf das Privatauto angewiesen sind, ist mit chaotischen Zuständen zu rechnen.

Die ersten Juli-Tage waren in Italien auch von einem zweitägigen Streik der Fährenbediensteten überschattet, die die Verbindungen zu den Inseln im Land garantieren. Der Streik der Fährenbediensteten ging am Donnerstag zu Ende. Das Personal der staatlichen Schifffahrtsgesellschaft Tirrenia, die vom Wirtschaftsministerium privatisiert wird, verlangt Garantien für den Erhalt der Arbeitsplätze. Die von der staatlichen Finanzholding Fintecna kontrollierte Tirrenia soll zu 100 Prozent verkauft werden. Die Gesellschaft bedient die Verbindungen zwischen dem italienischen Festland und verschiedenen Inseln, darunter Sardinien und Sizilien. Verkauft wird auch die Tirrenia-Tochter Siremar. Tirrenia meldete zuletzt Jahresverluste von über 200 Millionen Euro. (APA)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Fr, 09.07.2010  09:15
aktualisiert: Mi, 16.02.2011  10:20
Vorteilszone
Partyfotos
Gewinnspiele
Parship
radio.at
Unterkunftssuche
Panoramabilder
Panoramabilder
"HEISZE TASTEN"
Panoramablick
AGB Kontakt Impressum