02.03.2011
Kitzbühel

Projektgegner rufen zu einer Demonstration auf

Bürgermeister Klaus Winkler sieht in der Diskussion um die Erweiterung der Bezirkshauptmannschaft in Kitzbühel eine Chance für die Stadt.

Von Harald Angerer

Kitzbühel – Die Erweiterung der Bezirkshauptmannschaft in Kitzbühel ist weiterhin das Thema Nummer eins in der Gamsstadt. Vor allem die Variante, in einem Teil des Stadtparks eine BH-Erweiterung zu errichten, stößt auf großen Wiederstand. Neben der Gruppierung „Rettet den Schulpark“ tritt nun auch eine weitere Protestbewegung auf. Die Gruppe „Unser Kitzbühel“ ruft am Samstag, den 5. März, zu einer Demonstration im Stadtpark. „Nur eine Stunde lang, von 10 bis 11 Uhr, wollen wir gegen die Pläne des Landes protestieren. Wir sind klar gegen die Verbauung des Stadtparks“, erklärt der Sprecher von „Unser Kitzbühel“, Horst Ebersberg. Auch für den Faschingsumzug hat die Gruppierung etwas geplant. Ebersberg ist auch gleichzeitig treibende Kraft bei „Rettet den Schulpark“ und er hat auch eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen. An die 2500 Personen hätten bereits gegen die Verbauung des Parks unterschrieben, betont Ebersberg.

Unterschiedliche Auffassungen gab es in den letzten Wochen über das starke Engagement politischer Parteien wie der Stadt-FPÖ und der Jungen Kitzbüheler (JUK) in der Protestbewegung. Manche befürchteten, „verpolitisiert“ zu werden. „Ich habe kein Problem, wenn politische Parteien uns unterstützen. Mir geht‘s nicht um Parteien, sondern um die Sache, und hier können wir jede Hilfe gebrauchen“, erklärt dazu Ebersberg. Noch heute wird es auch ein Treffen zwischen drei Mitgliedern von „Unser Kitzbühel“ und Bürgermeister Klaus Winkler geben.

Bei den Treffen wird Winkler ihnen wohl auch die weitere Vorgangsweise der Stadt schildern. „Es gibt für uns drei wesentliche Dinge zu klären“, schildert Winkler gegenüber der Tiroler Tageszeitung. So werde derzeit eine raumordnungsfachliche Beurteilung erarbeitet, in der mögliche Standorte nach objektiven Kriterien miteinander verglichen werden. „Auch nehmen wir die Diskussion zum Anlass, die Verkehrsströme in Kitzbühel unter die Lupe zu nehmen. Hier hat sich seit 15 Jahren nichts mehr getan“, erklärt Winkler. Hier könnte das aus dem Jahr 2002 stammende Verkehrskonzept wieder ausgegraben und überarbeitet werden. Als Drittes soll noch die Notwendigkeit und die Machbarkeit einer Tiefgarage im Stadtzentrum geprüft werden. „Das Ziel muss sein, nicht mutwillig ein neues Gebäude ins Zentrum zu stellen, sondern im Sinne der Stadtentwicklung Möglichkeiten zu suchen. Es sollte kein Opfer für die Kitzbüheler sein, sondern eine Chance, die Stadt weiterzuentwickeln“, führt Winkler weiter aus.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mi, 02.03.2011
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