04.05.2011
Kitzbühel

Land und Stadt haben sich auf Marienheim geeinigt

In den vergangenen Wochen wurden verschiedenste Standortvarianten geprüft. Nun soll das Marienheim für die BH Kitzbühel adaptiert werden.

Von Harald Angerer

Kitzbühel – Die Diskussionen um einen neuen Standort für die Bezirkshauptmannschaft oder eine Erweiterung wurden in den letzten Monaten zum Teil sehr emotional geführt. Nun haben sich das Land Tirol und die Stadt Kitzbühel inhaltlich auf eine Variante am Marienheim geeinigt.

In einer Studie wurden in den letzten Wochen die möglichen Standorte untersucht. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Hahnen­kammparkplatz der ideale­ Standort wäre. Gleich auf dem zweiten Platz liegt aber bereits das Marienheim. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe der bestehenden Bezirkshauptmannschaft und ist derzeit die von der Stadt Kitzbühel vorgeschlagene Alternative zur Erweiterung in den Schulpark. Letztere wurde­ wegen sehr großen Widerstands aus der Bevölkerung verworfen.

Nun haben sich die Stadt Kitzbühel und das Land Tirol­ für die Variante am Marienheim entschieden, wie Bürgermeister Klaus Winkler, Vizebürgermeister Siegfried Luxner und Bezirkshauptmann Michael Berger in einer­ Pressekonferenz gestern Nachmittag mitteilten. „Das Marienheim ist denkmal­geschützt, aber es eignet sich sehr gut für ein Bürogebäude.­ Nur der Zubau wird verändert. Dann erfüllt es auch unseren Raumbedarf“, schildert Berger. Der bestehende Anbau wird abgetragen und gegen eine nur einstöckige Erweiterung ersetzt. „Diese wird auch etwas vom Marienheim abrücken“, schildert Berger weiter.

Trotz der Erweiterung werde­ nicht in den Schulpark eingegriffen, versichert Bürger­meister Winkler. Es werde sogar mehr Parkfläche entstehen. Eine Einbindung der Bevölkerung in diesen Kompromiss sieht er nicht mehr als notwendig. „Diese Lösung ist für alle ideal, bei der BH wird es also nicht mehr viel zu diskutieren geben“, erklärt Winkler. Jedoch müssen die Pläne erst im Gemeinderat und auch von der Landesregierung abgesegnet werden. Eine aktive Bürgerbeteiligung wünscht er sich dann bei den Themen Verkehr und Parken: „Hier kann ich mir auch einen­ Bürgerrat vorstellen.“ Für Luxner­ ist auch eine Tiefgarage im Park vom Tisch: „Wir haben uns darauf geeinigt, dass es ein Park und kein Parkplatz sein soll.“

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mi, 04.05.2011
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