03.01.2012, 12:57  Aktualisiert: 03.01.2012, 13:52 
ÖAMTC-Flugrettung

2811 Einsätze für die Notarzthubschrauber in Tirol

Österreichweit gab es täglich 44 Einsätze für die Lebensretter aus der Luft.
Der C4 übersiedelte zum neuen Stützpunkt in Reith.
Foto: Harald Angerer

Innsbruck – “Die vier Notarzthubschrauber aus Innsbruck, Reith, Zams und Lienz mussten im vergangenen Jahr 2811 Mal zu meist lebensrettenden Einsätzen aufsteigen“, zieht der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung, Reinhard Kraxner, Bilanz. Täglich waren die Teams von Christophorus 1 (755 Einsätze), Christophorus 4 (807 Einsätze), Christophorus 5 (673 Einsätze) und Christophorus 7 (576 Einsätze) unterwegs, um Menschen nach unterschiedlichsten Notfällen schnelle Hilfe zu bringen.

Ob Herzinfarkt, Schlaganfall, Verkehrsunfall oder Frühgeburt - Beispiele, dass die Flugrettung ein wesentlicher Bestandteil der Notfallversorgung in Tirol ist, gibt es zur Genüge. Rund 43 Prozent ihrer Einsätze flogen die vier ÖAMTC-Notarzthubschrauber nach Freizeitunfällen im alpinen Bereich. „Häufig erwies sich dabei die Landung unmittelbar am Notfallort auf Grund der Geländesituation als schwierig oder gar unmöglich“, berichtet Kraxner. „238 verletzte Personen mussten daher mittels Taubergung gerettet werden.“

835 Einsätze wurden aufgrund internistischer oder neurologischer Notfälle wie akute Herzerkrankungen oder Schlaganfälle und Hirnblutungen notwendig. Rund zehn Prozent der Einsätze wurden nach Unfällen, die sich bei der Arbeit, in der Schule, in der Freizeit oder im häuslichen Umfeld ereignet hatten, geflogen. Fünf Prozent der Einsätze erfolgten nach Verkehrsunfällen.

Insgesamt starteten die 16 Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung 2011 zu 16.099 Notfalleinsätzen. „Im Schnitt sind das über 44 Einsätzen pro Tag“, zollt Kraxner den Piloten, Flugrettungssanitätern und Notärzten Respekt. „Ohne ihr Engagement und ohne unsere Partner Rotes Kreuz und Bergrettung wäre die schnelle Hilfe aus der Luft nicht möglich.“

Neues Zuhause für Christophorus 4

Ende des Jahres ist die Crew des Kitzbüheler Notarzthubschraubers auf den neuen Stützpunkt nach Reith übersiedelt. Diese Übersiedlung wurde notwendig, da das Krankenhaus in Kitzbühel und somit auch das Areal des alten Stützpunktes den Besitzer gewechselt hat.

Der Stützpunkt von Christophorus 5 in Zams wurde hingegen beträchtlich erweitert. Der vergrößerte Heliport kann künftig im Katastrophenfall rund um die Uhr von Maschinen des Bundesheeres, des Innenministeriums und anderer Rettungsorganisationen beispielsweise zum Auftanken angeflogen werden. (tt.com)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Di, 03.01.2012  12:57
aktualisiert: Di, 03.01.2012  13:52
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