07.02.2012
Reutte

Coole Schneegebilde mit vereinten Kräften fabriziert

Jugendliche konnten sich bei einem Workshop im Freien austoben. Carola Lageder verstärkt Reuttes Team der Mobilen Jugendarbeit.

Von Brigitte Wacker

Reutte – Schnee ist nicht nur wundervoller, kristalliner Stoff, sondern bietet auch der Gestaltungslust und Phantasie „grenzenlosen“ Freiraum. Man kann zwar keine Kunstwerke für die Ewigkeit kreieren, aber beim Bau nachhaltig Freunde gewinnen. Die Mobile Jugendarbeit (Moja) in Reutte, die eine Anlaufstation und Art „Elternersatz“ bietet, hat sich in Kooperation mit dem Jugendzentrum Smile kürzlich eine besonders coole Winteraktion ausgedacht und zum Projekt Snow Art geladen.

„Wie wollten den Jugendlichen die Möglichkeit geben ihre eigenen Ideen im Schnee umzusetzen“, erzählt Andreas Nigg, Moja-Coach in Reutte. Mit Hilfe der Firma Strabag wurden kurzerhand am Parkplatz vor dem Jugendzentrum zwei überdimensionale Würfel eingeschalt, die ein Radlader mit Schnee befüllte. Dann ging es fix an die Arbeit. Mit Schaufel, Pickel und Stemmeisen klopften, strichen und kratzten kleinere und größere Jugendgruppen im Alter von 12 bis 16 Jahren an den Bauelementen. „Das gemeinsame Arbeiten an der frischen Luft macht nicht nur Spaß, sondern ist auch eine gute Form von Integration. Denn Schnee gehört allen – kennt keine Ausgrenzung und Kulturkreise“, freut sich Nigg. Nach vier Tagen „Frost und Schweiß“ präsentierten sich schließlich zwei skurrile Schneeskulpturen.

Mit von der Partie war auch die neue Berufskollegin von Andreas Nigg, Carola Lageder – bekannt als Sängerin der heimischen Band Special Broadcast. „Durch mein musikalisches Hobby bin ich mit der Jugend eng verbandelt und kenne daher auch ihre Probleme und die Reuttener Szene ganz gut“, erzählt Carola von ihrem Entschluss, sich zu engagieren. Seit Jänner unterstützt nun die gebürtige Weißenbacherin, deren Arbeitsstelle durch die Gemeinden Reutte, Lechaschau, Höfen, Pflach, Wängle, Breitenwang und Vils finanziert wird, das Sozialprojekt Moja in Reutte.

„Männer sind bei Mädchen im Teenageralter nicht unbedingt die idealen Ansprechpartner“, sagt Lageder. Darum sei sie vorwiegend für Mädchen zuständig und sehe ihre Aufgabe als Vernetzungspartner und in Hilfestellungen wie zum Beispiel bei der Jobsuche. „Ich bin aber genauso wie Andreas auf der Straße unterwegs und versuche eine Vertrauensbasis aufzubauen“. Der 29-Jährigen ist es wichtig aufzuklären, dass die Zusammenarbeit der Jugendlichen auf Freiwilligkeit beruht und sie zur Verschwiegenheit verpflichtet ist.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Di, 07.02.2012
Vorteilszone
Partyfotos
Gewinnspiele
Parship
radio.at
Unterkunftssuche
Panoramabilder
Panoramabilder
"HEISZE TASTEN"
Panoramablick
AGB Kontakt Impressum