06.02.2012, 11:20 
Tirol

Sieben Jahre Haft für versuchte Attacke mit Elektroschocker

Foto: TT / Thomas Böhm

Als Polizist getarnt versuchte ein 64-jähriger schon mehrfach vorbestrafter Deutscher eine Unterländerin auszurauben. Der am Montag Angeklagte hatte auf einem Zettel über 20 Adressen von Arztehepaaren in Deutschland und Österreich notiert. In Kufstein war er in deutscher Polizeiuniform aus dem Kostümverleih in Hildesheim an der Pforte einer Arztfrau gestanden.

Diese hatte dem vermeintlichen Polizisten aus Rosenheim jedoch mutig die Türe nicht geöffnet. Wahrscheinlich die beste Entscheidung im Leben der Unterländerin, wollte der Deutsche doch nach eigenen Angaben die Frau sofort nach dem Öffnen der Türe mit einem Elektroschocker betäuben und anschließend das Haus nach Gold und Silber durchsuchen.

Die Frau wurde jedoch stutzig und alarmierte die österreichische Polizei. Nach der Festnahme „des Kollegen“ fanden die Beamten in dessen veruntreuten Auto ein Pfefferspray, ein Schlagstock, einen Bunsenbrenner, Gummihandschuhe und einen falschen Bart. Aufgrund des schnellen Rückfalls nach seiner Entlassung im Mai betrug der Strafrahmen für den Deutschen fünf bis 20 Jahre Haft.

Wie durch einen Elektroschocker erstarrt nahm er dann das Urteil von sieben Jahren Haft zur Kenntnis. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, interessiert sich schon die Staatsanwaltschaft Hildesheim wegen noch ungeklärter Straftaten für den Mann. (fell)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mo, 06.02.2012  11:20
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