07.02.2012
Innsbruck Land

Dritter Abschlag für Golfplatz

Die Betreiber des Golfprojektes Axams-Grinzens hoffen im dritten Anlauf auf Erfolg.

Von Thomas Buchner

Axams – Die Pläne, einen Golfplatz im westlichen Mittelgebirge, im Ortsgebiet von Axams und Grinzens, zu errichten, gibt es schon seit mehreren Jahren. Seit der ersten UVP sind nun schon fünf Jahre vergangen und 280.000 Euro sind investiert worden – bisher jedoch ohne nennenswerten Erfolg.

Das Konzept des Neun-Loch-Platzes samt Clubhaus und dazugehörigen Parkplätzen, der insgesamt knapp 34 Hektar an Grünflächen einnehmen soll, wurde bisher vom Umweltsenat des Landes zweimal zur Nachbesserung zurückgeschickt. „Der letzte Nachbesserungsauftrag vom März 2011 bezieht sich vor allem auf die negativen Luft- und Lärmgutachten“, berichtet Josef Holzknecht, der Geschäftsführer der 2007 gegründeten Feriendörfer Golf GmbH. „Aktuell befinden wir uns in der heißen Phase“, ist Holzknecht gespannt, ob es diesmal mit dem positiven Bescheid klappt. Bisher waren 27 Amtssachverständige und 10 Gutachter mit dem 2,8 Millionen Euro teuren Projekt beschäftigt. Und wenn es nach der Golf GmbH ginge, dann sollen diese im Herbst 2012 für einen positiven Bescheid sorgen. So könnten im Sommer 2015 dann die ersten Bälle geschlagen werden. Die 280.000 Euro, die die Golf GmbH und die Gemeinden Axams und Grinzens bisher in Gutachten und Planung gesteckt haben, wären bei einem neuerlichen Scheitern der UVP in Gefahr. Aber soweit will man im Mittelgebirge noch nicht denken. „Wir haben zwar länger gebraucht und mehr Kosten gehabt, sind aber zuversichtlich“, beteuert Holzknecht, der den Hauptnutzen des Golfplatzes in einer Belebung des maroden Mittelgebirgstourismus sieht. Er ist sich sicher, dass das Projekt positive Auswirkungen auf den Tourismus haben werde. Auch für Nichtgolfer soll der Platz attraktiv werden: So ist ein Spazierweg durch das ganze Gelände geplant.

„Was passiert mit den zwei Hochspannungsleitungen?“ Das will Gabriele Kapferer-Pittracher von den Axamer Grünen, die sich bei der Grinzener Gemeindeversammlung unters Publikum gemischt hat, wissen. Von den zwei Hochspannungsleitungen soll eine unter die Erde verlegt werden, die andere bleibt oberirdisch und sei optisch nicht schön, gesteht auch Holzknecht ein. Von Seiten der Golf GmbH beteuert man, dass die Eingriffe in die Landschaft nicht besonders groß sein würden. So sollen die größten Veränderungen im Gelände, die Umbauarbeiten für die Abschläge und Grüns, nur etwa einen Hektar betreffen.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Di, 07.02.2012
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