Mann nach Tankstellenüberfällen zu vier Jahren verurteilt
![]() Foto: ZOOM-TIROL
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Innsbruck - Nach Überfällen auf zwei Tankstellen in Innsbruck am Abend des 23. Dezember 2011 ist ein 33-jähriger Kroate am Montag am Landesgericht Innsbruck wegen eines versuchten und eines vollendeten schweren Raubes zu vier Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Beim ersten Mal hatte der Angeklagte noch vergeblich versucht, unter Drohung mit einer Art Schraubenzieher Geld zu rauben - der Tankwart konnte ihn durch die Auslösung des Alarms in die Flucht schlagen. Beim zweiten Mal wenig später gelang der Überfall und der Mann erbeutete rund 5.000 Euro. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig.
Der 33-Jährige hatte sich im Prozess geständig gezeigt. Er wundere sich selbst, wie es zur Tat kommen konnte. Er habe sie jedenfalls „nicht geplant“ und sei unter Alkohol- und Tabletteneinfluss gestanden, meinte der offenbar drogenabhängige Mann. Mit dem rund 15 Zentimeter langen Werkzeug habe er eine Woche zuvor noch das Fahrradlicht seiner Tochter repariert.
Richterin Theresa Giner erklärte in ihrer Urteilsbegründung, dass der Schraubenzieher rechtlich nicht als Waffe zu qualifizieren sei und deshalb der Strafrahmen von ein bis zu zehn Jahren Haft zur Anwendung komme. Aus früheren OGH-Entscheidungen gehe hervor, dass ein solches Werkzeug mindestens 20 Zentimeter groß sein müsse, um als Waffe zu gelten. Staatsanwalt Thomas Willam legte daraufhin umgehend Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung ein. Auch die Verteidigung berief gegen das Urteil. (APA)
aktualisiert: Mo, 06.02.2012 13:31



